Deutschlandstart in Hamburg: Acht Kitas starten ins Programm
Nach einer mehrjährigen Entwicklungs- und Erprobungsphase beginnt nun in Hamburg die erste Stufe der bundesweiten Umsetzung des Präventionsprogramms.
Anfang September kamen dafür Leitungs- und zuständige Fachkräfte aus acht Hamburger Kindertagesstätten zum Kick-off zusammen. Die Kitas hatten sich zuvor für die Teilnahme am Programm beworben. Als Motivation nannten sie vor allem den Wunsch nach mehr Sicherheit im Umgang mit grenzverletzendem Verhalten sowie das Entwickeln einer gemeinsamen Haltung im Team. Für sie bietet „Mutausbruch“ eine Möglichkeit, die gesetzlich vorgeschriebenen Schutzkonzepte im Kitaalltag zu verankern und dabei alle Beteiligten – Fachkräfte, Kinder und Eltern – einzubeziehen.
Ebenfalls vor Ort waren Vertreterinnen und Vertreter des PKV-Verbands, der Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e. V. und des Kinderschutzbunds Hamburg als Umsetzungspartner sowie der pädquis Stiftung, die die Umsetzung wirksamkeitsorientiert evaluiert. Der Tag stand ganz im Zeichen des gegenseitigen Kennenlernens: Die Kitas stellten sich vor, die Partner im Kooperationsverbund erläuterten ihre jeweiligen Rollen – und alle Beteiligten verständigten sich auf die nächsten Schritte.
Bis Juli 2027 werden die acht Kitas von geschulten „Mutausbruch“-Begleiterinnen und -Begleitern des Kinderschutzbunds Hamburg bei der Umsetzung des Programms begleitet. Die Teilnahme ist durch die Förderung des PKV-Verbands für die Kitas kostenfrei möglich. Mit einem ganzheitlichen und praxisnahen Ansatz sensibilisiert das Programm Fachkräfte und Kitakinder für verletzendes Verhalten. Zugleich unterstützt es die Einrichtungen dabei, wertschätzende und reflektierende Strukturen im Kitaalltag zu entwickeln.