„Neuer Generationenvertrag" für die Pflege
Mit dem „Neuen Generationenvertrag für die Pflege“ legt der Verband der Privaten Krankenversicherung ein Konzept vor, mit dem die Pflegeversicherung in Deutschland langfristig stabil und generationengerecht finanziert werden kann. Hauptziel ist es, den Beitragssatz in der Sozialen Pflegeversicherung (SPV) zu senken. Damit wird zum einen die steigende Verschuldung zulasten der jungen Generation verhindert und zum anderen werden sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer finanziell entlastet.
Dies wird erreicht, indem die Pflegeleistungen auf dem heutigen Niveau festgeschrieben werden. Versicherte müssen somit künftig stärker privat für das Pflegerisiko vorsorgen. Je jünger sie sind, desto leichter wird ihnen dies fallen. Für die private Vorsorge gibt es ein breites Angebot bezahlbarer Pflegezusatzversicherungen. Ältere werden im Pflegefall auf angespartes Vermögen zurückgreifen müssen – und die meisten können dies auch, wie aktuelle Studien zeigen. Optional könnte die gesetzliche Pflegeversicherung für die ältere Bevölkerung und bereits Pflegebedürftige einen Anteil der steigenden Pflegekosten übernehmen.
Besonders die junge Generation würde vom PKV-Vorschlag profitieren: Da der SPV-Beitragssatz mit dem „Neuen Generationenvertrag für die Pflege“ sinkt, bleibt mehr Spielraum für die eigenverantwortliche Vorsorge. So können sich jüngere Menschen zukünftig sogar eine vollständige Absicherung der Pflegekosten leisten – bei einer vergleichbaren finanziellen Belastung wie im Status quo, der zwangsläufig immer weiter steigende SPV-Beiträge bei gleichzeitig steigenden Eigenanteilen im Pflegefall bedeutet.
Ein neuer Generationenvertrag für die Pflege