Die Private Krankenversicherung (PKV) ist im dualen deutschen Gesundheitssystem neben der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für die medizinische Versorgung der Versicherten verantwortlich.

PKV-Verband als Teil der Selbstverwaltung

Da die Privatversicherten und die gesetzlich Versicherten in der Regel in einem einheitlichen Versorgungssystem behandelt werden, begleitet die PKV den Prozess der Gesetzgebung, erarbeitet Stellungnahmen zu den Gesetzentwürfen und vertritt die Positionen der Privaten Krankenversicherung und ihrer Versicherten in den Anhörungen beim Bundesgesundheitsministerium und in den Fachausschüssen des Deutschen Bundestages.

Zudem ist der Verband in wichtigen Gremien der sogenannten Selbstverwaltung im Gesundheitswesen aktiv, beispielsweise dem Gemeinsamen Bundesausschuss. Denn der Gesetzgeber legt meist nur die Rahmenbedingungen fest oder gibt ein bestimmtes Ziel vor; über die konkrete Umsetzung eines Vorhabens entscheidet dann die Selbstverwaltung. Um die Interessen der Privatversicherten dort wahrzunehmen, beteiligt sich der PKV-Verband an vielen Arbeitsgruppen. Ob es dabei um die ambulante oder stationäre Versorgung, Arzneimittel, die Förderung der klinischen Krebsregister, die Weiterbildung von Allgemeinmedizinern, um Transplantations- oder Implantate-Register geht: Die Bandbreite an Themen ist sehr groß.

Arzneimittelversorgung in der PKV

Kommt ein neues Arzneimittel auf den Markt, können Ärzte es ihren Patienten verschreiben – unabhängig davon, wie diese versichert sind. Der Zeitpunkt, ab dem Versicherte ein Medikament erhalten könnten, ist der gleiche. In der Praxis erhalten Privatversicherte innovative Arzneien in der Regel deutlich schneller als gesetzlich Versicherte. Der Grund: In der PKV kommt es allein auf die medizinische Notwendigkeit der Behandlung an. Sie erstattet im vertraglich vereinbarten Rahmen die Kosten für sämtliche Arzneimittel, unabhängig davon, ob es ein anderes, preiswerteres Arzneimittel gegeben hätte. Dieser Kostenaspekt ist dagegen in der GKV ein entscheidender Faktor. Privatpatienten können so immer das Medikament nutzen, das unter ärztlichen Gesichtspunkten am besten für ihre Behandlung geeignet ist.

Zudem profitieren auch Privatpatienten von den gesetzlich festgelegten Herstellerabschlägen, die seit 2011 gelten. PKV und Beihilfe haben mit dem PKV-Tochterunternehmen ZESAR eine gemeinsame, eine zentrale Stelle geschaffen, die den Einzug dieser Rabatte organisiert.

Pharma-Unternehmen, die Anwendungsbeobachtungen im Rahmen sogenannter nichtinterventionellen Prüfungen durchführen, müssen ihre Ergebnisse auch der Privaten Krankenversicherung melden. So erhält die PKV ebenfalls Informationen über die gewonnenen Erkenntnisse bei der Anwendung bereits zugelassener oder registrierter Arzneimittel. Das ist wichtig für die Versorgungsqualität und -sicherheit der Privatversicherten.

Pharmazeutische Unternehmen müssen seit Oktober 2012 Anwendungsbeobachtungen (AWB) nach § 67 Abs. 6 AMG und nichtinterventionellen Unbedenklichkeitsprüfungen (NIS) nach § 63f Abs. 4 AMG auch an den PKV-Verband melden. Für die Übermittlung nutzen Sie bitte folgende Mailadressen:

  • Anwendungsbeoachtugnen: awb@pkv.de
  • Nichtinterventionellen Unbedenklichkeitsprüfungen: nis@pkv.de

Bei Abrechnungen kann es auch immer wieder mal zu Fehlern oder Missverständnissen kommen. Daher hat der PKV-Verband praxisrelevante Tipps und Informationen für Ärztinnen und Ärzte zusammengestellt. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei z.B. auf den sogenannten Analogabrechnungen, bei denen es schnell kompliziert werden kann. Zu einzelnen Leistungsbereichen gibt es zudem gesonderte Kommentierungen aus dem PKV-Verband. Diese finden Sie nachfolgend.

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