Position

Ein Leistungsangebot, von dem Menschen in allen Lebensphasen profitieren: Das ist das Ziel des langjährigen PKV-Engagements. Mittlerweile liegt ein Schwerpunkt auf innovativen digitalen Präventionsangeboten. Seit 2017 ist der Verband stimmberechtigtes Mitglied der Nationalen Präventionskonferenz.

Präventionsansatz Lebenswelten

Wir fördern Prävention in sogenannten nichtbetrieblichen Lebenswelten. Damit sind abgrenzbare soziale Systeme wie beispielweise Schulen oder Pflegeheime gemeint. Es geht bei diesem Ansatz vor allem darum, die Verhältnisse dort zu ändern, wo die Menschen sind befinden und dort gezielt Einfluss auf die strukturellen Bedingungen von Gesundheit zu nehmen. Im Fokus stehen daher Einrichtungen für Kinder, junge Menschen und Familien sowie aus den Bereichen Bildung, Gesundheit und Pflege. Die Förderkriterien der PKV stimmen im Wesentlichen mit den Kriterien der Gesetzlichen Krankenversicherung überein.

Rollenwechsel vom „Payer" zum „Player"

2019 hat die PKV insgesamt 21,8 Millionen Euro in die Prävention und Gesundheitsförderung in Lebenswelten investiert. Darunter fallen 13,2 Millionen Euro als Fördermittel für die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, sieben Millionen an die Stiftung Gesundheitswissen sowie 300.000 Euro an die Deutsche Aids-Stiftung. Und: Erstmals kam ein Teil der Fördermittel auch Projekten und Programmen zugute, die der PKV-Verband selbst initiiert und gesteuert hat.

Diese Form des direkten Engagements wollen wir weiter ausbauen. 2019 wurden zukunftsweisende Initiativen in den Bereichen Altersgesundheit, digitale Prävention und Kleinkindergesundheit gestartet. Insbesondere die digitale Prävention gewinnt an Bedeutung. Kein Wunder: Etwa 89 Prozent der deutschen Bevölkerung zwischen 12 und 19 Jahren nutzen täglich das Internet. Auch in der älteren Bevölkerung erfreuen sich Online-Inhalte wachsender Beliebtheit. Gleichzeitig bietet das Internet heute Zugang zu Zielgruppen, die mit anderen Medien nur schwer erreichbar sind, weil diese „klassische Medien“ nicht konsumieren.

Die PKV-Präventionsstrategie setzt daher künftig bewusst auf niedrigschwellige Angebote im digitalen Raum. Um sein Engagement zu vernetzen, will der Verband eine digitale Angebotsinfrastruktur schaffen: In virtuellen Räumen sollen sich die Nutzer zukünftig austauschen und beraten lassen können. Über die Plattform sollen zudem Schulungen angeboten werden; außerdem soll sie Kooperationen etwa von Jugend- und Bildungseinrichtungen ermöglichen.

PKV-geförderte Projekte

Die Lebensqualität für möglichst viele Menschen so lange wie möglich aufrechtzuerhalten: Dafür setzt sich die PKV aktiv und seit langen Jahren sein. Denn erfolgreiche Maßnahmen tragen auch dazu bei, Gesundheitskosten für den Einzelnen wie die Allgemeinheit einzusparen. Folgende Projekte unterstützen wir zum Teil mit hohen Summen:

Seit 1987 setzt sich die PKV für bes­se­re Le­bens­be­din­gun­gen von HIV-Po­si­ti­ven und an AIDS er­krank­ten Men­schen ein. Der PKV-Ver­band hat die Deut­sche AIDS-Stif­tung mit­ge­grün­det und un­ter­stützt sie seit­dem als Groß­för­de­rer. Mit den Mitteln der PKV werden insbesondere Aufklärungsprojekte für Flüchtlinge und bereits länger in Deutschland lebende Migranten in mehreren deutschen Städten finanziert. Mehr zur AIDS-Stiftung: deutsche-aidsstiftung.de

Seit 2005 ist der Verband der Privaten Krankenversicherung Partner der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bei der Prävention von HIV sowie weiteren sexuell übertragbaren Krankheiten. Um letztere verstärkt in den Fokus zu rücken, erfolgte im Mai 2016 ein Markenwechsel: Aus „Gib Aids keine Chance" wurde „LIEBESLEBEN". Durch die Förderung der Kampagne ermöglicht die PKV vor allem die Ansprache der breiten Öffentlichkeit - dies war durch Bundesmittel zuvor nicht mehr möglich gewesen.
Mehr zur Kampagne: www.liebesleben.de

Seit 2009 fi­nan­ziert die PKV „Al­ko­hol? Kenn dein Limit.“, die größ­te deut­sche Prä­ven­ti­ons­kam­pa­gne gegen Al­ko­hol­miss­brauch. Sie rich­tet sich spe­zi­ell an Kin­der und Ju­gend­llich und wird von der Bun­des­zen­tra­le für ge­sund­heit­li­che Auf­klä­rung durch­ge­führt. Die Kampagne will Kinder und Jugendliche vor überhöhtem Alkoholkonsum bewahren und ihr Gesundheitsbewusstsein insgesamt stärken und setzt dabei auf einen Mix aus Plakatierung, Angeboten im Internet und persönliche Ansprache bei Veranstaltungen und Festivals. Mehr zur Kampagne: www.kenn-dein-limit.info

Seit 2014 fi­nan­ziert die PKV „Älter wer­den in Ba­lan­ce“. Das Pro­gramm der Bun­des­zen­tra­le für ge­sund­heit­li­che Auf­klä­rung will dazu bei­tra­gen, die Ge­sund­heit auch im hö­he­ren und hohen Alter auf­recht­zu­er­hal­ten und damit bei­spiels­wei­se dem Ent­ste­hen von Pfle­ge­be­dürf­tig­keit vor­zu­beu­gen. Der Schwerpunkt liegt daher in der Bewegungsförderung: Schon ein kleines Mehr an regelmäßiger körperlicher Betätigung kann helfen, alte Kräfte zu mobilisieren – oder gar einen Heilungsprozess zu beschleunigen. Mehr zum Programm: www.aelter-werden-in-balance.de

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