Position

Wir fördern Programme, die noch vor der Geburt ansetzen und bis ins hohe Alter wirken. Mit unserem Engagement setzen wir uns dafür ein, dass Menschen in allen Lebensbereichen – von der Kita bis zur Pflegeeinrichtung – gesund, aktiv und selbstbestimmt leben.

„Gesund aufwachsen"

  • Förderung gesunder Ernährung im Kleinstkindalter: Anfangsglück – Ernährung gemeinsam entdecken
    Werdende Eltern wollen alles richtig machen – doch was ist richtig? Insbesondere in Ernährungsfragen geraten sie oft in einen Dschungel von Informationen, der eher verwirrt als Klarheit schafft. Jeder Fünfte fühlt sich zum Beispiel nicht gut über die gesunde Ernährung von Kleinkindern informiert, ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsunternehmens Civey unter 500 Müttern und Vätern kleiner Kinder sowie werdenden Eltern. Darüber, ob das Wissen in entsprechendes Verhalten umgesetzt wird, geben die Zahlen keine Auskunft.

    Dabei ist das Essen in den ersten 1.000 Tagen – vom Beginn der Schwangerschaft bis etwa zum zweiten Geburtstag – so entscheidend: Die kindliche Entwicklung kann gefördert, die Bindung zu den Eltern gestärkt, späteren Krankheiten vorgebeugt werden. Deshalb arbeiten wir daran, Eltern gesunde Entscheidungen für sich und ihr Kind zu erleichtern. Mit unseren Partnern Plattform Ernährung und Bewegung und DSPN stärken wir familiennahe Einrichtungen in ihrer Ernährungskompetenz. Gemeinsam beraten wir zum Beispiel Familienzentren und Stillcafés, wie sie Ernährungsthemen noch besser in ihre Angebote integrieren können und bieten Fortbildungen an. Kleinkindernährung im Fokus
    www.anfangsglueck.de
     
  • Gewaltprävention in Kindertagesstätten: Mutausbruch – füreinander stark machen
    Emotionale Vernachlässigung, Herabsetzung, rauer Umgang, zum Essen zwingen: Gewalterfahrungen im Umfeld von Kindertagesstätten können sowohl körperlicher als auch verbaler oder psychischer Natur sein. Sie schaden den betroffenen Kindern nicht nur akut, sondern können herausforderndes Verhalten der Heranwachsenden fördern. Mit dem Programm Mutausbruch möchte der PKV-Verband gemeinsam mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder und weiteren Experten Kitas darin unterstützen, Gewalt gegenüber Kindern noch besser zu verhindern. Herausfordernder Alltag in Kindertagesstätten
    mutausbruch-fuereinander-stark.de
     
  • Kommunale Suchtprävention für Jugendliche: VORTIV – Vor Ort Aktiv
    Seit 2009 finanziert die PKV mit „Alkohol? Kenn dein Limit.“ die größte deutsche Präventionskampagne gegen Alkoholmissbrauch der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Hinter der Kampagne stehen auch Angebote zur Förderung suchtpräventiver Lebenswelten wie Schulen und Kommunen. Mittlerweile ist aus dem reinen Sponsoring eine Kooperation zwischen BZgA und PKV geworden. In diesem Zuge bauen wir „VORTIV“ aus, ein Angebot für Kommunen für die Abstimmung, Entwicklung und Umsetzung von Aktivitäten zur kommunalen Suchtprävention.
    www.kenn-dein-limit.info und www.vortiv.de
     
  • Individuelle Prävention in Schulen: Weitblick – Gesunde Schule hat Methode!
    „Weitblick“, umgesetzt durch den FINDER e. V., hilft Schulen bei der Entwicklung und Umsetzung maßgeschneiderter Präventionskonzepte. Die Basis bildet eine repräsentative Schülerbefragung zu Verhaltensweisen, Risiken und Schutzfaktoren. Gemäß dem Bedarf der Schule wird ein individuelles Präventionskonzept – etwa zu den Bereichen Sucht oder Gewalt – entwickelt und umgesetzt. Dieser neuartige und wissenschaftlich begleitete Ansatz bietet das Potenzial, Gesundheitsförderung in Schulen nachhaltig zu verbessern. Ziel ist es, eine gesündere und sicherere Umgebung für die Schülerschaft und die Lehrkräfte zu schaffen.
    www.weitblick.schule
     
  • Förderung sexueller Gesundheit von Jugendlichen: LIEBESLEBEN – Das Mitmach-Projekt
    Seit 2005 ist der PKV-Verband Partner der BZgA bei der Prävention von HIV und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten. Im Mai 2016 erfolgte ein Markenwechsel: Aus „Gib Aids keine Chance" wurde „LIEBESLEBEN". Seit 2018 werden die Angebote von LIEBESLEBEN verstärkt auf den Ansatz gesundheitsfördernder Lebenswelten ausgerichtet. Das interaktive „Mitmach-Projekt“ für Schulen vermittelt den Kindern und Jugendlichen Handlungskompetenzen zur sexuellen Gesundheit. Mithilfe von Qualifizierungen von Lehr- und Fachkräften werden die Themen nachhaltig in der Schule verankert. Daneben werden seit August 2022 Verstetigungen in Form von Länderkooperationen initiiert und umgesetzt. In Kooperation unter anderem mit den Gesundheits- und Bildungsministerien wird ein landesspezifisches Vorgehen entwickelt. Ziel ist die nachhaltige Verankerung von den Methoden und Materialien des „Mitmach-Projekts“ in den Bundesländern.
    www.liebesleben.de
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So kann Schule Gesundheit fördern

Das soziale Miteinander stärken, Präventionskonzepte etablieren, eine gesunde Verpflegung anbieten: Wodurch sich zum Beispiel eine gesunde Lebenswelt Schule auszeichnet – und wie Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie Eltern von ihr profitieren – erläutern wir im Film.

„Gesund leben“

  • Fortbildungsangebot für Ärzte: Let’s talk about Sex - Reloaded
    Das Reden über Sexualität ist oft scham- und tabubehaftet und es herrscht viel Unsicherheit. Dies steht einer guten präventiven und medizinischen Versorgung oft im Weg. Mit dem Fortbildungsangebot der Deutschen Aidshilfe können Ärztinnen und Ärzte Methoden kennenlernen, die Qualität ihrer Gespräche mit Menschen jeglichen Alters zur sexuellen Gesundheit zu verbessern. 
    https://www.hiv-sti-fortbildung.de/de 

„Gesund im Alter“

  • Bewegungsförderung in Pflegeeinrichtungen: PfleBeO
    Körperliche Aktivität fördert die Gesundheit – das gilt auch und insbesondere für ältere Menschen mit Pflegebedarf. Ist damit ein Umzug in eine stationäre Pflegeeinrichtung verbunden, stellt dies nicht nur die individuelle Lebenssituation auf den Kopf, sondern oft auch die eigene Aktivität im Alltag. „PfleBeO: Pflegeeinrichtungen – Bewegungsfreundliche Organisationen“, federführend umgesetzt durch die g² Organisationsentwicklung GmbH, setzt genau hier an und will gemeinsam mit den Pflegeeinrichtungen die Bewohnerinnen und Bewohner zu mehr Bewegungsfreude motivieren und ihre Selbstständigkeit und Lebensqualität dadurch langfristig stärken. Qualifizierte Bewegungsberaterinnen und -berater unterstützen die Einrichtungen darin, gute Bewegungsanreize zu setzen. 
    www.pflebeo.de
     
  • Förderung der mentalen Gesundheit von Pflegebedürftigen: PfleMeO
    Selbstständig Entscheidungen treffen, soziale Kontakte pflegen oder alltägliche Handlungen und Aufgaben bewältigen: vermeintliche Selbstverständlichkeiten helfen dabei, geistig und sozial aktiv zu bleiben. Mit dem Einzug in eine Pflegeeinrichtung bleiben diese alltäglichen Aktivitäten jedoch häufig sehr schnell aus. Grundidee von „PfleMeO: Pflegeeinrichtungen – Mental ermunternde Organisationen“ ist es, Aktivitäten der Bewohnenden zu identifizieren, die an deren Gewohnheiten, Vorlieben und speziellen Wünschen anschließen. Qualifizierte Beraterinnen und Berater begleiten Pflegeeinrichtungen auf ihrem Weg zu einer „mental ermunternden Organisation“. Das Programm entwickeln und erproben wir mit der IGES Institut GmbH und der Hans-Weinberger-Akademie der AWO e. V. 
    www.pflemeo.de 
     
  • Diversitätssensible Pflege ermöglichen: Qualitätssiegel Lebensort Vielfalt
    In weiten Teilen der Gesellschaft mag das Bewusstsein für sexuelle und geschlechtliche Identitäten wachsen – in der Pflege werden LSBTI-Personen (kurz für: lesbische, schwule, bisexuelle, Trans- und Inter-Personen sowie weiteren sexuellen Orientierungen und Geschlechtsidentitäten) häufig ausgegrenzt und diskriminiert. Viele fühlen sich gezwungen, ihre Biografie oder ihren Bedarf an besonderen Medikamenten und Therapien zu verbergen. Um die psychosoziale Gesundheit pflegebedürftiger LSBTI zu stärken, fördert die PKV gemeinsam mit der Deutschen Aids-Stiftung ein bundesweites Beratungs- und Qualifizierungsprogramm der Schwulenberatung Berlin für Pflegeeinrichtungen, ambulante Pflegedienste, Hospize, Tagespflegestätten und Krankenhäuser. Nach erfolgreicher Absolvierung können Pflegedienste und -einrichtungen mit dem Qualitätssiegel „Lebensort Vielfalt“ ausgezeichnet werden. In Zusammenarbeit mit dem Programm „Vielfalt pflegen“ wird das Qualitätssiegel Lebensort Vielfalt um den Aspekt der kulturellen Vielfalt erweitert. 
    schwulenberatungberlin.de/qualitaetssiegel-lebensort-vielfalt und www.vielfalt-pflegen.info
     
  • Freiwillige unterstützen Pflegebedürftige: Mit.Menschen – gemeinsam gesund
    Das Programm der Contec GmbH greift den Ansatz einer „Caring Community“ auf: einer Gemeinschaft, in der Menschen im Quartier füreinander sorgen und sich gegenseitig unterstützen. Dazu werden Freiwillige mithilfe digitaler Technologien zu „Mit.Menschen“ qualifiziert, so dass sie – entsprechend ihrer Kompetenzen und Fähigkeiten – die Gesundheit, Teilhabe und Selbstbestimmung von Pflegebedürftigen fördern können. Sie verbinden die Lebenswelten Pflegeeinrichtung und Quartier zu einer Gemeinschaft: zum Beispiel, indem sie Pflegebedürftige in den Supermarkt begleiten oder mit Kindern ein Pflegeheim besuchen, um vor Ort zu spielen. Die „Mit.Menschen“ eröffnen Pflegeeinrichtungen zusätzliche Potenziale für die Gesundheits- und Teilhabeförderung ihrer Bewohnenden – und können das Pflegepersonal entlasten. 
    https://mitmenschen-gesund.de
     
  • Förderung bewegungsfreundlicher Kommunen: Impulsgeber Bewegungsförderung
    Seit 2014 fördert die PKV „Älter werden in Balance“. Das Programm der BZgA will dazu beitragen, durch mehr körperliche Aktivität die Gesundheit auch im höheren und hohen Alter aufrechtzuerhalten und auf diese Weise Pflegebedürftigkeit vorzubeugen. Die ersten zwei eigens für „Älter werden in Balance“ entwickelten Bewegungsprogramme – das AlltagsTrainings-Programm und das Lübecker Modell Bewegungswelten – wurden in den vergangenen Jahren zu einem umfassenden Lebensweltansatz der Bewegungsförderung von älteren Menschen in Kommunen und Pflegeeinrichtungen erweitert. Im Zuge der Weiterentwicklung ist ein digitales Planungsinstrument, der „Impulsgeber Bewegungsförderung“, entstanden, das Kommunen hilft, Strukturen im Bereich der Bewegungsförderung für ältere Menschen aufzubauen. 
    www.aelter-werden-in-balance.de/impulsgeber

Gesund bleiben

  • Digitalen Lebenswelten auf der Spur: Forschungsprojekt „Digitale Lebenswelten“
    Welche Auswirkungen hat der digitale Wandel auf die Gesundheit, die Lebenswelten und die Gesundheitsförderung? Dieser Frage ging ein umfassendes Forschungsprojekt der Universität Bielefeld nach. Ob (Hoch-)Schulen, (Sport-)Vereine oder Beratungsangebote: Viele Aktivitäten finden mittlerweile hybrid, manche ausschließlich online statt. Veränderte Kommunikation und Abläufe in (teil-)digitalisierten Lebenswelten können die Gesundheit beeinflussen. Die Präventionsarbeit muss einerseits neue Gesundheitschancen und -risiken durch die Digitalisierung und andererseits die veränderten Rahmenbedingungen in den sich zunehmend digitalisierten Lebenswelten berücksichtigen. Das Forschungsprojekt liefert erste Impulse, wie dies gelingen kann. Die Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt wurden u.a. für den Sammelband „Lebensweltbezogene Gesundheitsförderung und Prävention im Zeitalter der Digitalisierung“ aufbereitet.
     
  • Digitale Plattform für Präventionsangebote: Gesundheit-gestalten.de
    Digitale Gesundheitslösungen werden immer mehr zum Alltag, und auch in der Förderung gesunder Lebenswelten wächst der Bedarf an digitalen Lösungen. Daher arbeitet der PKV-Verband an der Entwicklung einer umfassenden digitalen Plattform. Anbieter von Präventionsangeboten werden dort Beratungs-, Schulungs- und Netzwerkleistungen sowie ihr Projektmanagement digital durchführen können. Für die Akteure aus den Lebenswelten ergibt sich eine neue Flexibilität: So können sie jederzeit und ortsunabhängig an Online-Schulungs- oder Beratungsprogrammen teilnehmen. 
    www.gesundheit-gestalten.de (derzeit nur für registrierte Anbietende)
     
  • Klimagesunde Lebenswelten schaffen: KliGeS – Klimagesunde Settings 
    Veränderte klimatische Bedingungen wirken sich direkt und indirekt auf die Gesundheit aus. Sie beeinträchtigen die Menschen überall dort, wo sie wohnen, spielen, lernen und leben. Die Liste der Herausforderungen ist lang: Stürme, Hitze, Kälte, längere Pollensaisons, wetterbedingte Naturkatastrophen, Pandemien – all dies erfordert klima- und krisenresiliente Strukturen in den Lebenswelten. Doch Umweltbelastungen stellen nicht nur Gefahren, sondern auch Chancen für den sozialen Zusammenhalt in den Lebenswelten dar. Es entwickeln sich neue Formen der Mobilität, der Kommunikation, der Ernährung und der Lebensmittelversorgung. Mit „KliGeS“ (Klimagesunde Settings) untersuchte das Berliner Institut für Gesundheits- und Sozialwissenschaften in unserem Auftrag, wie sich die Klimagesundheit als Querschnittsthema in bestehende Präventionsprogramme einbetten lässt. Darauf aufbauend werden die identifizierten Ansätze in Kindertagesstätten sowie Pflegeeinrichtungen pilotiert.
    http://bigso.de/KliGeS-II