Die PKV-Präventionsprogramme in allen Lebensphasen
Position
Wir fördern Programme, die von der Kindheit bis ins hohe Alter wirken. Mit unserem Engagement setzen wir uns dafür ein, dass Menschen in allen Lebensbereichen – von der Kita bis zur Pflegeeinrichtung – gesund, aktiv und selbstbestimmt leben.
„Gesund aufwachsen"
Gewaltprävention in Kindertagesstätten: Mutausbruch – füreinander stark machen Emotionale Vernachlässigung, Herabsetzung, rauer Umgang, zum Essen zwingen: Gewalterfahrungen im Umfeld von Kindertagesstätten können sowohl körperlicher als auch verbaler oder psychischer Natur sein. Sie schaden den betroffenen Kindern nicht nur akut, sondern können herausforderndes Verhalten der Heranwachsenden fördern. Mit dem Programm Mutausbruch möchte der PKV-Verband gemeinsam mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder und weiteren Experten Kitas darin unterstützen, Gewalt gegenüber Kindern noch besser zu verhindern. Herausfordernder Alltag in Kindertagesstätten
Kommunale Suchtprävention für Jugendliche: VORTIV – Vor Ort Aktiv Der PKV-Verband kooperiert mit dem Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) im Rahmen des Projekts „VORTIV - Vor Ort aktiv”. Ein Angebot für Kommunen zur Abstimmung, Entwicklung und Umsetzung von Aktivitäten zur kommunalen Suchtprävention. Neben der Prävention von riskantem Alkoholkonsum stehen in dem Programm auch Tabak- und Cannabiskonsum sowie Prävention exzessiver Mediennutzung im Fokus.
Bereits seit 2009 engagieren sich PKV und BIÖG gemeinsam für die Stärkung der Suchtprävention in Deutschland: Bis 2021 finanzierte die PKV die größte deutsche Präventionskampagne gegen Alkoholmissbrauch: „Alkohol? Kenn dein Limit!”.
Individuelle Prävention in Schulen: Weitblick – Gesunde Schule hat Methode! „Weitblick“, umgesetzt durch den FINDER e. V., hilft Schulen bei der Entwicklung und Umsetzung maßgeschneiderter Präventionskonzepte. Die Basis bildet eine repräsentative Schülerbefragung zu Verhaltensweisen, Risiken und Schutzfaktoren. Gemäß dem Bedarf der Schule wird ein individuelles Präventionskonzept – etwa zu den Bereichen Sucht oder Gewalt – entwickelt und umgesetzt. Dieser neuartige und wissenschaftlich begleitete Ansatz bietet das Potenzial, Gesundheitsförderung in Schulen nachhaltig zu verbessern. Ziel ist es, eine gesündere und sicherere Umgebung für die Schülerschaft und die Lehrkräfte zu schaffen.
Förderung sexueller Gesundheit von Jugendlichen: LIEBESLEBEN – Das Mitmach-Projekt Seit 2005 ist der PKV-Verband Partner des BIÖG bei der Prävention von HIV und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten. Im Mai 2016 erfolgte ein Markenwechsel: Aus „Gib Aids keine Chance" wurde „LIEBESLEBEN". Seit 2018 werden die Angebote von LIEBESLEBEN verstärkt auf den Ansatz gesundheitsfördernder Lebenswelten ausgerichtet. Das interaktive „Mitmach-Projekt“ für Schulen vermittelt den Kindern und Jugendlichen Handlungskompetenzen zur sexuellen Gesundheit. Mithilfe von Qualifizierungen von Lehr- und Fachkräften werden die Themen nachhaltig in der Schule verankert. Daneben werden seit August 2022 Verstetigungen in Form von Länderkooperationen initiiert und umgesetzt. In Kooperation unter anderem mit den Gesundheits- und Bildungsministerien wird ein landesspezifisches Vorgehen entwickelt. Ziel ist die nachhaltige Verankerung der Methoden und Materialien des „Mitmach-Projekts“ in den Bundesländern.
Evidenzbasierte und qualitätsgeprüfte Präventionsprogramme: Grüne Liste Prävention Mittlerweile gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Präventionsprogramme auf dem Markt. Aus diesem Dschungel an Angeboten ein passendes auszuwählen, stellt viele Lebenswelten wie Kitas, Schulen oder Kommunen vor große Herausforderungen. Nicht zuletzt, weil häufig unklar ist, anhand welcher Kriterien die Qualität eines Präventionsprogramms bewertet werden kann.
Abhilfe schafft hier die „Grüne Liste Prävention”: Eine Plattform, die evidenzbasierte Präventionsprogramme in Deutschland vorstellt. Sie bietet Orientierung für Fachkräfte, Schulen, Institutionen und Interessierte, die auf der Suche nach wissenschaftlich geprüften und wirksamen Maßnahmen zur Prävention und Gesundheitsförderung sind. Dabei ist eine gezielte Filterung nach Kriterien wie Problemverhaltensweisen, Alter der Zielgruppe oder dem Einsatzbereich möglich.
Die „Grüne Liste Prävention” ist ein Angebot des Landespräventionsrats Niedersachsen sowie der Medizinischen Hochschule Hannover. Der PKV-Verband fördert den Ausbau der Grünen Liste Prävention sowie die Erweiterung des Registers um die Handlungsfelder Ernährung und Bewegung.
Das soziale Miteinander stärken, Präventionskonzepte etablieren, eine gesunde Verpflegung anbieten: Wodurch sich zum Beispiel eine gesunde Lebenswelt Schule auszeichnet – und wie Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie Eltern von ihr profitieren – erläutern wir im Film.
„Gesund leben“
Fortbildungsangebot für Ärzte: Let’s talk about Sex - Reloaded Das Reden über Sexualität ist oft scham- und tabubehaftet und es herrscht viel Unsicherheit. Dies steht einer guten präventiven und medizinischen Versorgung oft im Weg. Mit dem Fortbildungsangebot der Deutschen Aidshilfe können Ärztinnen und Ärzte Methoden kennenlernen, um die Qualität ihrer Gespräche mit Menschen jeglichen Alters zur sexuellen Gesundheit zu verbessern.
Bewegungsförderung in Pflegeeinrichtungen: PfleBeO Körperliche Aktivität fördert die Gesundheit – das gilt auch und insbesondere für ältere Menschen mit Pflegebedarf. Ist damit ein Umzug in eine stationäre Pflegeeinrichtung verbunden, stellt dies nicht nur die individuelle Lebenssituation auf den Kopf, sondern oft auch die eigene Aktivität im Alltag. „PfleBeO: Pflegeeinrichtungen – Bewegungsfreundliche Organisationen“, federführend umgesetzt durch die g2 Organisationsentwicklung GmbH, setzt genau hier an und will gemeinsam mit den Pflegeeinrichtungen die Bewohnerinnen und Bewohner zu mehr Bewegungsfreude motivieren und ihre Selbstständigkeit und Lebensqualität dadurch langfristig stärken. Qualifizierte Bewegungsberaterinnen und -berater unterstützen die Einrichtungen darin, gute Bewegungsanreize zu setzen.
Diversitätssensible Pflege ermöglichen: Qualitätssiegel Lebensort Vielfalt In weiten Teilen der Gesellschaft mag das Bewusstsein für sexuelle und geschlechtliche Identitäten wachsen – in der Pflege werden LSBTI-Personen (kurz für: lesbische, schwule, bisexuelle, Trans- und Inter-Personen sowie weiteren sexuellen Orientierungen und Geschlechtsidentitäten) häufig ausgegrenzt und diskriminiert. Viele fühlen sich gezwungen, ihre Biografie oder ihren Bedarf an besonderen Medikamenten und Therapien zu verbergen.
Um die psychosoziale Gesundheit pflegebedürftiger LSBTI zu stärken, fördert die PKV das Qualitätssiegel „Lebensort Vielfalt”. Das bundesweite Beratungs- und Qualifizierungsprogramm entstand aus einem Modellprojekt des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und wurde 2020 vom PKV-Verband als Förderer übernommen und weiterentwickelt.
Innerhalb des Programms wird Personal in Pflegeeinrichtungen, ambulanten Pflegediensten, Hospizen, Tagespflegestätten und Krankenhäusern darin geschult, ein diskriminierungsfreies und inklusives Umfeld zu schaffen. Nach erfolgreicher Absolvierung können Pflegedienste und -einrichtungen mit dem Qualitätssiegel „Lebensort Vielfalt“ ausgezeichnet werden.
Umgesetzt wird das Programm in Zusammenarbeit mit der Schwulenberatung Berlin sowie dem Programm „Vielfalt pflegen", mit dem das Qualitätssiegel „Lebensort Vielfalt” um den Aspekt der kulturellen Vielfalt erweitert wurde.
Förderung bewegungsfreundlicher Kommunen: Impulsgeber Bewegungsförderung Ziel des „Impulsgebers Bewegungsförderung“ ist es, ein Umfeld zu schaffen, das Menschen zu mehr Bewegung im Alltag ermutigt. Dafür stellt das gemeinsame Programm von BIÖG und PKV-Verband Kommunen ein digitales Tool und ergänzende Beratungsleistungen zur Verfügung, um bewegungsfreundliche Strukturen aufzubauen. Zu den Leistungen zählen unter anderem Informationen und Materialien, Fragebögen, eine Auswertung der Ist-Analyse sowie Praxisbeispiele, die Inspirationen für die Planung und Umsetzung der Maßnahmen liefern.
Ursprünglich lag der Schwerpunkt des „Impulsgebers Bewegungsförderung“ auf Maßnahmen für ältere Menschen. Perspektivisch wird das Programm auch auf Kinder, Jugendliche und Erwachsene als neue Zielgruppen ausgeweitet.
Bereits seit 2014 engagieren sich BIÖG und PKV gemeinsam für die Förderung der Bewegungsgesundheit für ältere Menschen in Deutschland. (Der „Impulsgeber Bewegungsförderung” entstand im Rahmen des Programms „Älter werden in Balance”.)
Digitale Plattform für Präventionsangebote: Gesundheit-gestalten.de Digitale Gesundheitslösungen werden immer mehr zum Alltag, und auch in der Förderung gesunder Lebenswelten wächst der Bedarf an digitalen Lösungen. Daher arbeitet der PKV-Verband an der Entwicklung einer umfassenden digitalen Plattform. Anbieter von Präventionsangeboten werden dort Beratungs-, Schulungs- und Netzwerkleistungen sowie ihr Projektmanagement digital durchführen können. Für die Akteure aus den Lebenswelten ergibt sich eine neue Flexibilität: So können sie jederzeit und ortsunabhängig an Online-Schulungs- oder Beratungsprogrammen teilnehmen.
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