Eigenanteile in der Pflege: Große Mehrheit wünscht sich betriebliche Vorsorge
Pressemitteilung03. Februar 2026
Mehr als drei Viertel der Beschäftigten wünschen sich eine betriebliche Pflegeversicherung – und bewerten sie höher als viele klassische Benefits. Gleichzeitig wächst die betriebliche Krankenversicherung stark und wird für Unternehmen zum entscheidenden Vorteil im Wettbewerb um Fachkräfte.
Mehr als drei Viertel (76,3 Prozent) der Beschäftigten in Deutschland würden es begrüßen, wenn ihr Arbeitgeber eine betriebliche Pflegeversicherung (bPV) zur Absicherung von Eigenanteilen im Pflegefall anbieten würde. Das ist das Ergebnis einer Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag des PKV-Verbands. Für 64,2 Prozent wäre eine solche Absicherung sogar wertvoller als andere Zusatzleistungen wie ein Dienst-Handy oder Tickets für den öffentlichen Nahverkehr.
„Betriebliche Absicherungen werden angesichts der demografischen Entwicklung immer relevanter“, sagt der Vorstandsvorsitzende des PKV-Verbands, Thomas Brahm. „Insbesondere mit Blick auf die steigenden Eigenanteile in der stationären Pflege. Die kapitalgedeckte betriebliche Pflegeversicherung kann das finanzielle Risiko dieser Pflegelücke nicht nur effizient zu günstigen Prämien, sondern auch nachhaltig und generationengerecht absichern. Deswegen sollte die Politik dieses sinnvolle Vorsorgeinstrument stärker steuerlich fördern.“
Betriebliche Krankenversicherung weiter im Aufwind
Die bPV gehört zur betrieblichen Krankenversicherung (bKV), die auch 2025 dynamisch gewachsen ist. Mittlerweile bieten 60.000 Unternehmen in Deutschland ihren Beschäftigten eine vollständig arbeitgeberfinanzierte bKV an – ein Zuwachs von 15,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr (+8.200 Unternehmen).
Auch die Zahl der versicherten Personen steigt weiter deutlich: 2,82 Millionen Beschäftigte profitieren von einer betrieblichen Krankenversicherung - darunter rund 450.000 Personen von einer bPV. Das entspricht einem Plus von 14,8 Prozent bzw. 364.300 zusätzlichen Versicherten.
bKV: attraktiv besonders für junge Fachkräfte
Die betriebliche Krankenversicherung bleibt zudem ein starkes Instrument im Wettbewerb um Fachkräfte. Umfragen zeigen, dass rund 68 Prozent der Beschäftigten diese Zusatzleistung vom Arbeitgeber begrüßen würden. 55 Prozent der Beschäftigten würden eine bKV sogar wichtiger finden als andere Zusatzleistungen wie Jobtickets oder Mobiltelefone.
„In Zeiten eines sich weiter verschärfenden Fachkräftemangels ist die bKV ein strategischer Vorteil für Unternehmen“, betont Brahm. „Sie stärkt die Mitarbeiterbindung, erhöht die Attraktivität als Arbeitgeber und schafft gleichzeitig einen echten gesundheitlichen Mehrwert.“
Wie funktioniert die bKV?
Die bKV versteht sich als Ergänzung zur Gesetzlichen Krankenversicherung und deckt Gesundheitsleistungen ab, die die Krankenkassen nicht oder nur zum Teil bezahlen, zum Beispiel hochwertigen Zahnersatz oder Wahlleistungen im Krankenhaus. Auch Auslandsreisekranken-, Krankentagegeld- oder eben Pflegezusatzversicherungen werden als bKV angeboten.
Die bKV bietet auch für Arbeitnehmer viele Vorteile. Weil gleich ganze Belegschaften versichert werden, können die Versicherer zum Beispiel auf eine Gesundheitsprüfung verzichten. Zudem wird der Versicherungsschutz oft auch für die Angehörigen der Beschäftigen mit angeboten.
Diese Webseite verwendet Cookies, die personenbezogene Daten verarbeiten. Einige sind technisch notwendig, um Ihnen unsere Webseite fehlerfrei anbieten oder ihre Datenschutz-Präferenzen speichern zu können. Weitere Cookies werden von uns erst nach Ihrer Einwilligung gesetzt und dienen zur Auswertung und Optimierung des Web-Angebotes. Zur Darstellung von Videos transferieren wir Daten in den außereuropäischen Adressraum. Und für das Marketing und die Schaltung von Anzeigen erfassen wir Daten für die Erfolgsmessung. Ihr Einverständnis können Sie jederzeit auf der Seite Privatsphäre mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.