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Pflegepflichtversicherung

Mann unterschreibt mit Füllfederhalter einen Vertrag
 

In Deutschland müssen sich alle Bürgerinnen und Bürger gegen das Risiko der Pflegebedürftigkeit mit einer Pflegeversicherung finanziell absichern. Diese Pflegepflichtversicherung schließen Privatversicherte und wahlweise auch freiwillig gesetzlich Versicherte bei einer privaten Krankenversicherung ab. Die Leistungen der Privaten Pflegepflichtversicherung sind vom Gesetzgeber vorgeschrieben und mit denen der Gesetzlichen Pflegeversicherung identisch.

Die Private Pflegepflichtversicherung unterscheidet sich allerdings von der Sozialen Pflegeversicherung in der Beitragsgestaltung: Die Beiträge der Versicherten werden risikogerecht kalkuliert, Alterungsrückstellungen sorgen für das mit dem Alter steigende Pflegerisiko vor. So gewährleistet die Private Pflegepflichtversicherung auch in einer alternden Gesellschaft stabile Beiträge, ohne nachfolgende Generationen zu belasten.

Als Teilleistungs-Versicherung decken die Private und die Gesetzliche Pflegepflichtversicherung nur einen Teil der anfallenden Kosten im Pflegefall ab. Die Versorgungslücke kann mit einer Pflegezusatzversicherung abgedeckt werden.

 

Pflegereform 2017

Am 1. Januar 2017 treten aufgrund des Pflegestärkungsgesetzes weitreichende Änderungen in Kraft, die die Pflegepflichtversicherung grundlegend verändern werden. Die bisherigen drei Pflegestufen werden durch fünf sogenannte Pflegegrade ersetzt. Die Überführung von den Pflegestufen in die neuen Pflegegrade erfolgt automatisch.