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Solidarisch und generationengerecht

 

Um die Pflege in Deutschland finanziell dauerhaft zu sichern, setzt sich der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) für eine generationengerechte Finanzreform ein: Ein neuer Generationenvertrag soll die Belastung der Älteren durch steigende Eigenanteile gezielt abfedern und zugleich die Jüngeren beim Aufbau einer privaten Eigenvorsorge unterstützen. So könnte der Beitragssatz zur Pflegeversicherung langfristig auf dem heutigen Niveau nahe 3 Prozent stabilisiert werden. 

 

Ein neuer Generationenvertrag für die Pflege

 

Der Vorschlag des PKV-Verbandes baut eine Brücke zwischen den Generationen. Denn wer die Pflege sozial gerecht reformieren will, darf nicht nur an die heutigen Pflegebedürftigen denken. Genau da aber liegt die Schwäche vieler anderer aktuell diskutierter Modelle: Ob Sockel-Spitze-Tausch, Pflege-Vollversicherung oder Zuschüsse aus Steuergeldern – dies alles würde die Jüngeren noch weiter belasten und den Wirtschaftsstandort Deutschland schwächen.

 

Die Zukunft der Sozialen Pflegeversicherung

 

Finanzentwicklung

Szenarien zur zukünftigen Finanzentwicklung der Sozialen Pflegeversicherung (SPV)

Eine Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der PKV (WIP) hat die Beitragsentwicklung der SPV für die kommenden 20 Jahre simuliert: Selbst in einem sehr konservativen Berechnungsmodell fällt die Prognose ernüchternd aus. Ein Beitragsanstieg auf vier Prozent bis 2040 ist demnach unausweichlich. Grund dafür ist der demografische Wandel: Immer weniger Beitragszahler müssen die Pflegekosten von immer mehr Pflegebedürftigen stemmen.

Hinzu kommen weitere Faktoren, die einen Anstieg auf weit über vier Prozent wahrscheinlich machen: Lohnerhöhungen des Pflegepersonals, Personalausbau und Leistungserweiterungen im Pflegekatalog sorgen für zusätzlichen Druck auf die Pflegekassen. Nach WIP-Berechnungen ist deshalb eine Steigerung der Beiträge auf bis zu 8 Prozent möglich.

 

Verschuldung

Die versteckte Verschuldung der Sozialen Pflegeversicherung (SPV)

Die Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der PKV (WIP) zeigt, dass in der Sozialen Pflegeversicherung hohe implizite Schulden in Höhe von 435 Milliarden Euro aufgelaufen sind. Die implizite Schuld besteht aus den zukünftigen Leistungsversprechen, die durch heutige Beitragszahlungen nicht gedeckt sind.

Sie sind die Folgen der Einführungsgewinne, die ältere Generationen im Umlageverfahren bei der Einführung der SPV durch den sofortigen Leistungsbezug erhalten haben und entstehen zudem bei jeder Leistungsausweitung. Die implizite Schuld wird methodisch über die Modellierung eines fiktiven Kapitaldeckungssystems für das Versichertenkollektiv der SPV ermittelt.

 

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