• Vorlesen
  • A A A

Was gilt in Mutterschutz und Elternzeit?

Hinsichtlich der Fristen und arbeitnehmerrechtlichen Vorschriften in Mutterschutz und Elternzeit sowie der Elterngeldregelungen besteht zwischen privat und gesetzlich Versicherten kein Unterschied. Darüber hinaus gibt es für Privatversicherte aber Folgendes zu beachten:

Auf Antrag erhalten Sie als Arbeitnehmerin vom Bundesversicherungsamt ein Mutterschaftsgeld von bis zu 210 Euro. Übersteigt Ihr durchschnittlicher kalendertäglicher Nettolohn den Betrag von 13 Euro, muss Ihr Arbeitgeber Ihnen die Differenz als Zuschuss zahlen.

Der Verdienstausfall während des Mutterschutzes gilt in der privaten Krankentagegeldversicherung als Versicherungsfall. Wenn Sie Ihre Versicherung mindestens acht Monate zuvor abgeschlossen haben, zahlt Ihnen der Versicherer deshalb dann das vertraglich vereinbarte Krankentagegeld.

Wie sieht es mit dem PKV-Beitrag in Mutterschutz und Elternzeit aus?

Auch während des Mutterschutzes und der Elternzeit müssen Sie Ihren PKV-Beitrag entrichten, soweit Ihr Tarif nichts anderes vorsieht. Solange Sie nicht arbeiten, erhalten Sie in dieser Zeit zwar keinen Zuschuss von Ihrem Arbeitgeber. Sie sollten aber prüfen, ob Ihr Ehe- oder Lebenspartner seinen Arbeitgeberzuschuss zur PKV bereits voll ausschöpft. Ist dies nicht der Fall und erfüllen Sie die weiteren Voraussetzungen, haben Sie an dieser Stelle Anspruch auf einen Zuschuss zu Ihrem Beitrag.

Wie bin ich krankenversichert, wenn ich während der Elternzeit arbeite?

Wenn Sie während der Elternzeit in Teilzeit beschäftigt sind und unter der Versicherungspflichtgrenze verdienen, werden Sie versicherungspflichtig in der GKV. Sie können sich allerdings von dieser Versicherungspflicht befreien lassen. Das gilt auch, wenn Sie für die Teilzeitbeschäftigung den Arbeitgeber wechseln. Voraussetzung für die Befreiung ist, dass Sie im Schnitt höchstens 30 Wochenstunden arbeiten oder zum Zweck der Berufsbildung beschäftigt sind oder aber in der Tagespflege maximal fünf Kinder betreuen. Die Befreiung gilt nur für die Dauer der Elternzeit.

Wie bin ich krankenversichert, wenn ich nach der Elternzeit meinem Beruf nachgehe?

Haben Sie als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer nach der Elternzeit ein Einkommen unterhalb der Versicherungspflichtgrenze, müssen Sie sich grundsätzlich gesetzlich versichern. Das gilt unabhängig davon, ob Sie in der Elternzeit privat oder gesetzlich versichert waren.

Gehen Sie einer Teilzeitbeschäftigung nach, gelten für Sie die gleichen Bedingungen wie für andere Privatversicherte, die in eine Teilzeitbeschäftigung wechseln: Sie können sich von der Versicherungspflicht befreien lassen, wenn Sie höchstens die Hälfte der Arbeitszeit vergleichbarer Vollbeschäftigter Ihres Betriebes arbeiten und seit mindestens 5 Jahren durch Ihr Einkommen versicherungsfrei sind. Ihre „Auszeit“ während der Elternzeit wird bei der 5-Jahresfrist mit berücksichtigt. Waren Sie also z. B. 3 Jahre als Arbeitnehmerin in Vollzeit privat versichert und haben dann 2 Jahre Elternzeit genommen, können Sie sich bei Wiederaufnahme Ihrer Arbeit als Teilzeitbeschäftigung von der Versicherungspflicht befreien lassen. Voraussetzung ist allerdings, dass Sie bei Vollzeitbeschäftigung ein Einkommen über der aktuellen Versicherungspflichtgrenze hätten.

 

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen das bestmögliche Informationsangebot anzubieten und um Nutzerverhalten und Marketingmaßnahmen in pseudonymer Form zu analysieren. Indem Sie fortfahren, akzeptieren Sie die Verwendung von Cookies und stimmen den Webanalyse-Maßnahmen zu. Einzelheiten über die von uns eingesetzten Cookies und die Möglichkeit diese abzulehnen, finden Sie in unseren Cookie-Hinweisen.

Erweiterte Einstellungen