Wer die PKV infrage stellt, verabschiedet sich davon, unser Gesundheitssystem zukunftsfest zu machen
Pressemitteilung21. September 2026
Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich kritisch zum Nebeneinander von Gesetzlicher und Privater Krankenversicherung geäußert. Warum vom Wettbewerbsgedanken des dualen Systems jedoch alle Versicherten profitieren, erläutert PKV-Verbandsdirektor Florian Reuther.
Zur heutigen Äußerung von Bundeskanzler Friedrich Merz zum Nebeneinander von Privater und Gesetzlicher Krankenversicherung erklärt PKV-Verbandsdirektor Florian Reuther:
„Schlechte Wahlergebnisse in den Bundesländern dürfen für die Union kein Anlass sein, jahrzehntelange Parteipositionen über Bord zu werfen. Im Grundsatzprogramm der CDU heißt es zutreffend, die Grundlage für eine gute Versorgung in unserem Land ist das duale System mit Gesetzlicher und Privater Krankenversicherung.
Und das zu Recht: Nur das in der Privaten Kranken- und Pflegeversicherung geltende Prinzip der Kapitaldeckung kann auf Dauer zur Entlastung in der Sozialversicherung beitragen. Zudem fließen durch die Privatversicherten jedes Jahr 15,5 Milliarden Euro zusätzlich ins Gesundheitssystem. Davon profitieren alle Versicherten – egal ob privat oder gesetzlich versichert. Das ist konkrete Realität und nicht nur diffuses Empfinden.
Wer das duale System in der Kranken- und Pflegeversicherung infrage stellt, verabschiedet sich endgültig von dem Ziel, unsere Sozialversicherungssysteme zukunftsfest und generationengerecht aufzustellen. Einheitssysteme sind die Einladung zu echter Zwei-Klassen-Medizin. Eine Abschaffung oder auch nur Einschränkung unseres dualen Systems bedeutet, das Umlageverfahren auf immer größere Bevölkerungsteile auszuweiten. Finanzieren müssen das die heute jungen Menschen über immer höhere Beitragszahlungen in der Zukunft. „Wohlstand für die Jugend“, wie vom Bundeskanzler in Aussicht gestellt, bleibt dann ein leeres Versprechen.
PKV verursacht nicht die Wartezeitenprobleme in der GKV
Die Wartezeitenprobleme in der Gesetzlichen Krankenversicherung sind nicht auf das Nebeneinander von GKV und PKV zurückzuführen, sondern liegen in der Gesetzlichen Krankenversicherung selbst. Ein Abschied von der Dualität kann dieses Problem daher nicht lösen. Die Private Krankenversicherung steht jederzeit bereit, sich mit ihrer jahrzehntelangen Erfahrung konstruktiv an der Weiterentwicklung unseres Gesundheitssystems zu beteiligen. Die Politik ist gut beraten, dieses Angebot anzunehmen, anstatt auf populistische Neiddebatten hereinzufallen.“
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