Digitales Planungstool fördert Bewegung vor Ort
Seit 2022 ist das digitale Planungstool im Internet frei verfügbar. Genutzt hat es bereits zum Beispiel die Stadt Jena: Auf der Grundlage der Materialien des „Impulsgebers Bewegungsförderung“ eröffnete dort 2025 ein rund 500 Meter langer Bewegungspfad am Heiligenberg, einem beliebten Naherholungsgebiet am Stadtrand. An zehn Stationen laden große Tafeln mit einfachen Fitnessübungen zum Mitmachen ein.
Der neue Bewegungspfad ist ein echter Gewinn für Jena und wird schon jetzt gut angenommen“, sagt Kathleen Lützkendorf, Dezernentin für Soziales, Gesundheit, Zuwanderung und Klima in Jena: „Er verbindet Naturerlebnis mit sinnvoller Bewegung im Alltag, insbesondere für ältere Menschen.“ Die Altenhilfeplanerin Franziska Wächter ergänzt: „Unsere Zielgruppe sind Seniorinnen und Senioren – aber mitmachen kann jede und jeder. Der Einstieg ist ganz einfach.“
Als zusätzliche Maßnahme rief Franziska Wächter gemeinsam mit dem Kommunalen Seniorenbeirat von Jena das Format „Bürgerdialog 65+“ ins Leben: ein regelmäßig stattfindendes, partizipativ angelegtes Beteiligungs- und Informationsformat. Hier kommen ältere Menschen zusammen und geben Impulse, wie sie ihre Lebensphase positiv gestalten und Veränderungen aktiv angehen können.
Auch im hessischen Odenwaldkreis und der Stadt Oberzent half der „Impulsgeber Bewegungsförderung“. Infolge von Gesprächen und Befragungen wurden hier gleich mehrere Maßnahmen umgesetzt, um die Bewegung der Bürgerinnen und Bürger zu fördern: ein Generationencafé mit Gesundheitsvorträgen, historische Stadtteilspaziergänge, ein ungenutzter Dorfplatz wurde zu einem öffentlichen Mehrgenerationen-, Begegnungs- und Bewegungsplatz umgestaltet. Der „Impulsgeber Bewegungsförderung“ diente als Checkliste für die gesamte Umsetzung. Mithilfe des Impulsgebers wurde außerdem ein Finanzplan aufgestellt; das Tool unterstützte schließlich auch, um Fördergelder zu beantragen.