Meldung 13. November 2025

Der Weltdiabetestag erinnert daran, wie groß die gesellschaftliche und gesundheitspolitische Bedeutung dieser Krankheit ist. Diabetes mellitus Typ 2 gilt als eine der größten Volkskrankheiten unserer Zeit und die Zahl der Betroffenen steigt weiter.

Aktuell leben in Deutschland rund 8,9 Millionen Menschen mit einem diagnostizierten Typ-2-Diabetes, hinzu kommt eine Dunkelziffer von mindestens zwei Millionen. Die Folgen sind gravierend für die Gesundheit der Betroffenen ebenso wie für das Gesundheitssystem. So sind die Ausgaben der Privaten Krankenversicherung (PKV) für Diabetes-Medikamente in den vergangenen fünf Jahren um 56,2 Prozent gestiegen.

Die PKV setzt daher auf zwei zentrale Hebel, um die beste Versorgung zu gewährleisten und das Entstehen der Krankheit möglichst zu verhindern: Innovation und Prävention.

Innovationsmotor PKV:

Wenn neue Therapien auf den Markt kommen, profitieren Privatversicherte in der Regel sofort. Ein Beispiel sind kurzwirksame Insulinanaloga: Sie wirken schneller, lassen sich besser dosieren und geben Patientinnen und Patienten mehr Flexibilität im Alltag. Die PKV hat diese modernen Präparate von Beginn an erstattet, lange bevor sie in der gesetzlichen Krankenversicherung breit verfügbar waren. Damit trägt sie dazu bei, dass innovative Behandlungsformen schneller in der Versorgung ankommen und Lebensqualität spürbar verbessern.

Auch die Digitalisierung bietet neue Chancen für Menschen mit Diabetes. Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) – etwa Apps zur Blutzuckerkontrolle oder zur Therapieunterstützung – helfen, den Krankheitsverlauf im Blick zu behalten und Therapien individuell anzupassen. Viele private Krankenversicherer erstatten diese digitalen Angebote bereits heute, um Betroffene in ihrem Alltag besser zu begleiten und den Behandlungserfolg langfristig zu sichern.

Prävention als Schlüssel:

So wichtig eine gute Therapie ist – entscheidend bleibt, Diabetes möglichst zu vermeiden oder frühzeitig zu erkennen. Deshalb fördert die PKV Prävention auf mehreren Ebenen: Viele Unternehmen unterstützen Gesundheits-Check-ups und Programme zu Bewegung, Ernährung und Lebensstiländerung, um Risikofaktoren rechtzeitig entgegenzuwirken.

Eine große Herausforderung ist dabei die Gesundheitskompetenz: Laut einer Studie der Technischen Universität München (TUM) haben rund 75 Prozent der Erwachsenen erhebliche Schwierigkeiten, Gesundheitsinformationen richtig zu verstehen und anzuwenden. Umso wichtiger ist es, Wissen niedrigschwellig und praxisnah zu vermitteln. Hier setzt die von der PKV ins Leben gerufene Stiftung Gesundheitswissen an. Auch zum Thema Diabetes bietet sie umfassende Informationen an.

Gesundheitsförderung betrifft aber nicht nur das Individuum, sondern auch das Umfeld. Schulen, Kommunen und Betriebe können so gestaltet werden, dass sie zu einem gesünderen Lebensstil anregen, etwa durch mehr Bewegung im Alltag. Genau hier setzt die PKV mit ihrem Präventionsengagement in Lebenswelten an. Denn Aufklärung, Prävention und die Stärkung von Gesundheitskompetenz sind entscheidend, um die Zahl chronischer Erkrankungen zu verringern und Kosten langfristig zu stabilisieren.

Ein Beispiel hierfür ist der „Impulsgeber Bewegungsförderung“, den der PKV-Verband gemeinsam mit dem Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit (BIÖG) umsetzt. Das Programm unterstützt mit einem digitalen Tool Kommunen dabei, ein bewegungsfreundliches Umfeld zu schaffen – mit Informationen und Materialien, Fragebögen und einem Auswertungsservice für die Ist-Analyse. Bis Ende 2029 investieren beide Partner gemeinsam vier Millionen Euro in die Ausweitung und Weiterentwicklung des kostenlosen Tools.

Blick nach vorn

Die PKV zeigt, wie moderne Prävention und innovative Versorgung zusammenwirken können. Künftig braucht es für Krankenversicherungen noch mehr Möglichkeiten, Versicherte direkt anzusprechen und über Gesundheitsangebote zu informieren – vom digitalen Coaching bis zur ärztlich begleiteten App. Denn Prävention beginnt mit Aufklärung und gute Versorgung endet nicht mit der Behandlung.