In diesen Tagen wird in der Politik viel über die GKV- und die Pflegereform gestritten. Jede Reform für sich ist eine Mammutaufgabe. Die angespannte Haushaltslage und eine stotternde Wirtschaft kommen erschwerend hinzu. Diese Themen bewegen auch uns im PKV-Verband und sind Kern des diesjährigen Rechenschaftsberichts.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat zwar den richtigen Weg eingeschlagen, indem sie versucht, mit dem vorhandenen Geld auszukommen. Problematisch ist allerdings die geplante außerordentliche Erhöhung der Beitragsbemessungs- und Versicherungspflichtgrenze. Beides zusammen schwächt den Wirtschaftsstandort Deutschland und den Wettbewerb zwischen Gesetzlicher und Privater Krankenversicherung, der für das hohe Versorgungsniveau hierzulande essenziell ist.
„Im demografischen Wandel ist die PKV die einzig stabile Säule. Sie zu schwächen, bedeutet, die notwendigen Strukturreformen in den umlagefinanzierten Sozialversicherungssystemen weiter auf die lange Bank zu schieben“, schreiben der PKV-Verbandsvorsitzende Thomas Brahm und Verbandsdirektor Florian Reuther in ihrem gemeinsamen Vorwort zum PKV-Rechenschaftsbericht 2026.
Der Bericht enthält neben den Reformthemen und den wichtigsten Branchenzahlen Interviews und Berichte zu den derzeit relevantesten Themen der Branche. Unter anderem:
- „Sozialreformen: Die Politik sollte auf die Wissenschaft hören.“
- „Die Pflege ist der Schlüssel zu den großen Sozialreformen.“
- „Einfach digital versorgt.“ – Privatversicherte sollen von komfortablen und sicheren TI-Anwendungen profitieren – europaweit.
- „Eine neue GOÄ verhandeln? Das geht nur auf Augenhöhe.“ – PKV-Abteilungsleiter Nurettin Fenercioglu berichtet über die Gespräche mit den Ärztevertretern.
- „Die PKV als Gestalter und Begleiter.“ – Das Wissenschaftliche Institut der PKV zeigt, wie die privaten Krankenversicherer die Versorgung mitgestalten.