Meldung 23. April 2026

Fachsessions, zahlreiche Gespräche am PKV-Stand, Messerundgänge samt deep dives und eine spannende Netzwerkveranstaltung - der PKV-Verband blickt auf drei erfolgreiche DMEA-Tage zurück.

Julian Hartz, E-Health-Experte beim PKV-Verband

“Wir alle haben Interesse an guter, einfacher Versorgung. Damit es besser angenommen wird, muss es einfacher ablaufen.” So fasst Julian Hartz, Referent E-Health beim PKV-Verband, zusammen, was drei Tage DMEA 2026 in Berlin durchzog: der Anspruch, digitale Gesundheitsversorgung so zu gestalten, dass Versicherte sie im Alltag tatsächlich nutzen.

Erstmals war der PKV-Verband mit einem eigenen Messestand auf der Digital-Health-Messe vertreten. Die DMEA, vorerst das letzte Mal in Berlin, stand unter dem Leitmotiv „Connecting Digital Health". Interoperabilität, der Europäische Gesundheitsdatenraum (EHDS), der Einsatz von KI und die Frage, wie die elektronische Patientenakte (ePA) zur Alltagsanwendung heranreift, bestimmten das Programm. Der Befund war klar: Viele Systeme, keine gemeinsame Sprache – daran arbeitet die Branche mit Hochdruck.

Einfach digital versorgt: das PKV-Team am DMEA-Stand

Der PKV-Verband zeigte an den drei Tagen, wie er Anforderungen aus Politik und Praxis in Technik übersetzt. Gemeinsam mit Janina Buchholz von der Bundesdruckerei ordnete Julian Hartz in einer Session ein, wie Datenräume, digitale Identitäten und die europäische digitale Brieftasche (EUDI-Wallet) die Versorgung über Ländergrenzen hinweg verändern. Die EUDI-Wallet bringt er auf eine einfache Formel: “Ins Portemonnaie passt viel mehr als nur der Personalausweis.” So soll die digitale Brieftasche neben Ausweis auch Führerschein, Zeugnisse und Gesundheitsnachweise vereinen, die zur Identifikation genutzt werden können.

PKV-Geschäftsführer Christian Hälker moderierte eine Session zur Zukunft von Forschung, Versorgung und Patientenzugang im europäischen Datenraum. Sein Fazit: “Ich würde mir wünschen, dass wir viel voneinander lernen und auch von anderen übernehmen.” Warum? Weil Versicherte konkret profitieren.

Christian Hälker, Leiter des Geschäftsbereiches Finanzen, Personal, Organisation und IT

Privatversicherte nutzen E-Rezept, ePA und digitale GesundheitsIDs schon heute per App – ganz ohne Plastikkarte. E-Rezepte lassen sich künftig im europäischen Ausland einlösen, die Daten fließen zurück ins nationale System. Der app-basierte Ansatz passt nahtlos zu den europäischen Vorgaben für die EUDI-Wallet. Der Verband erprobt bereits, wie die digitale Brieftasche den Versorgungsprozess verbessern kann – vom Einchecken beim Arzt bis zum grenzüberschreitenden E-Rezept. Und wenn anonymisierte Gesundheitsdaten leichter für die Forschung zugänglich sind, lassen sich Krankheiten schneller erkennen und Therapien gezielter entwickeln. Als Mitgesellschafterin der gematik arbeitet die PKV daran, nationale und europäische Standards zusammenzuführen.

Drei lebendige Messetage, zahlreiche Gespräche am Stand, Messerundgänge und eine Netzwerkveranstaltung mit Mitgliedsunternehmen und der gematik zeigen: Der PKV-Verband bringt sich dort ein, wo die Weichen für die Zukunft der Gesundheitsversorgung gestellt werden. Oder mit den Worten von E-Health-Experte Julian Hartz: "Wir sind überzeugt, mit nutzerorientierten Lösungen Versicherte besser teilhaben zu lassen. Dafür haben wir den Mut, neue Wege zu gehen, statt jedes Risiko zu regulieren."