Meldung 11. Februar 2026

Immer mehr Menschen sorgen sich vor steigenden Kosten für Gesundheit und Pflege. Damit eine alternde Gesellschaft zusammenbleibt, ist eine nachhaltige Finanzierung gefragt – heute, nicht erst morgen.

Deutschland kommt nicht recht vom Fleck: kaum Wachstum, steigende Sozialausgaben, eine Politik, die um Reformen ringt. Statt die großen strukturellen Probleme zu adressieren, streitet das Land über „Lifestyle“-Teilzeit, Feiertage und die Frage, ob "die Deutschen” eine Stunde mehr arbeiten müssen. Um die Sozialversicherungssysteme für die voranschreitende Demografie zu wappnen, erwartet die Öffentlichkeit jedoch gezielte Lösungsansätze. Schließlich treibt die demografische Entwicklung die Deutschen gerade im Bereich der Kranken- und Pflegeversorgung um. Laut einer aktuellen repräsentativen Umfrage des Bankenverbands verbinden 66 Prozent der Befragten den Begriff „Alterung der Gesellschaft“ in erster Linie mit steigenden Gesundheits- und Pflegekosten. Diese Sorge rangiert weit vor Unsicherheiten bei der Rente (58 %) oder dem drohenden Fachkräftemangel (39 %).

Generationengerechtigkeit als Kernanliegen der Bevölkerung

Mehr noch: 63 % der Gesamtbevölkerung erwarten aufgrund der Finanzierung von Renten- und Krankenversicherung „stärkere Konflikte zwischen den Generationen“. Von den jüngeren Befragten, solche im Alter zwischen 18 und 29 Jahre, teilen sogar zwei Drittel diese Befürchtung. Generationengerechtigkeit ist also längst ein Kernanliegen der Bevölkerung.

„Die Ergebnisse der Befragung zeigen, wie sehr die Herausforderung steigender Gesundheits- und Pflegekosten die Menschen über Generationen hinweg umtreibt. Es ist das Generationenthema schlechthin“, sagt Florian Reuther, Direktor des PKV-Verbands. „Wir brauchen jetzt entschlossene Strukturreformen, damit die Beitragslast nicht einseitig auf junge Menschen abgewälzt wird und gleichzeitig eine hochwertige Versorgung im Alter garantiert bleibt.“

Nachhaltige Finanzierung – Sozialausgaben im Fokus

Tatsächlich bestätigen die erhobenen Zahlen den Handlungsdruck. Das umlagebasierte Gesundheits- und Pflegesystem langfristig zu stabilisieren, steht im Interesse aller Generationen. Die Wirtschaftsweise Prof. Veronika Grimm warnte zuletzt im Gespräch mit Paul Ronzheimer, stellv. Chefredakteur BILD, davor, dass die Sozialausgaben einen stetig wachsenden Teil der gesamten Staatseinnahmen auffressen würden. Gemäß der Finanzplanung der Bundesregierung gingen die Ausgaben überwiegend für Soziales, Verteidigung und die Zinskosten drauf. Grimm mahnt: „Irgendwas muss man tun, um für zukünftige Generationen eine handhabbare fiskalische Situation zu schaffen.“

Nachhaltige Finanzierungsmodelle sind jetzt gefragt. Kapitalgedeckte Lösungen und Innovationskraft können dabei den entscheidenden Ansatz liefern, um die demografische Herausforderung zu bewältigen und die Gesellschaft über Generationen hinweg zusammenzuhalten. Allein die Alterungsrückstellungen in der PKV, mittlerweile gut 355 Mrd. Euro, tragen zu einer generationengerechten Versorgung bei. Denn jede Generation sorgt so für sich selbst vor. Auch hat die PKV die Positionen etwa zur Pflegeprävention und einen neuen Generationenvertrag zur Zukunft der Pflege entwickelt.