Der PKV-Verband sieht in der Reform die Chance, Vor-Ort-Apotheken zu stärken und begrüßt neue Impfbefugnisse für Apotheker. Abgelehnt wird die Aufweichung der Verschreibungspflicht für Arzneimittel. Neue Preisregelungen für Krebsmedikamente sichern Privatversicherten Teilhabe an Herstellerrabatten.
- Der PKV-Verband begrüßt das Ziel, Apotheker als Heilberufler und die Apotheke als niedrigschwellig zugängliche Anlaufstelle für Gesundheitsfragen zu stärken.
- Zu begrüßen sind die neuen Kompetenzen der Apotheker im Bereich von Schutzimpfungen und bei der Abgabe von Arzneimitteln der Dauermedikation im Einzelfall. Kritisch betrachtet werden die neuen Kompetenzen bei der Abgabe von verschreibungs-pflichtigen Arzneimitteln im Akutfall und im Bereich der Diagnostik.
- Vor dem Ausbau der pharmazeutischen Dienstleistungen wäre eine Evaluation erforderlich gewesen. Leistungen ohne nachgewiesenen Nutzen für die Versicherten sollten nicht gesetzlich verankert werden. Für Privatversicherte braucht es eine gesetzliche Flankierung zur Einzelabrechnung.
- Die Neuregelungen für Preise für Zubereitungen werden begrüßt.