12. Oktober 2021

Die Gesundheitsversorgung in Deutschland überzeugt privat und gesetzlich Versicherte. Auch während der Corona-Pandemie erhalten beide Systeme viel Zustimmung für Preis und Leistungen.

78 Prozent der gesetzlich Versicherten und sogar 93 Prozent der Privatversicherten sind mit der Leistung des deutschen Gesundheitssystems zufrieden oder sehr zufrieden. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Kantar für die jährliche Continentale-Studie. Dies sind die höchsten Zufriedenheitswerte, die Kantar seit dem Start der Studienserie vor 20 Jahren ermittelt hat. Bei den Privatversicherten wurde der Vorjahreswert um acht Prozentpunkte übertroffen; bei den gesetzlich Versicherten erreichte die Zufriedenheit abermals den Höchstwert des vergangenen Jahres.

Diese Zufriedenheit spiegelt sich auch in der Bewertung des Preises wider: 78 Prozent der Privatversicherten sind mit ihren Ausgaben für die Gesundheitsversorgung zufrieden oder sehr zufrieden. Bei den gesetzlich Versicherten erreichte die Zufriedenheit mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis mit 77 Prozent einen neuen Rekordwert.

Versicherte schätzen Stärke und Stabilität des Gesundheitssystems

“Unsere Ergebnisse zeigen eindeutig, dass ein so großer Teil der Bevölkerung wie nie mit dem deutschen Gesundheitswesen zufrieden ist“, betont Dr. Helmut Hofmeier, Vorstand Kranken im Continentale Versicherungsverbund. „Privat wie gesetzlich Versicherte schätzen sowohl dessen Leistung als auch den Preis. Damit honorieren sie die Stärke und Stabilität unseres Gesundheitssystems auch in schwierigen Zeiten. Denn seit Beginn der Corona-Krise musste es sich einmal mehr bewähren.“

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der aktuellen Finanzlücken in der Gesetzlichen Krankenversicherung schauen die gesetzlich Versicherten jedoch skeptisch in die Zukunft. Die große Mehrheit (81 Prozent) geht davon aus, dass ihr GKV-Beitrag für eine gute medizinische Versorgung nicht ausreichen wird. Um das Versorgungsniveau zu halten, sehen 68 Prozent der Befragten die zusätzliche private Vorsorge schon heute oder für die Zukunft als notwendig an.