Wer wenig hofft, sorgt sich am meisten
Die Ergebnisse der SINUS-Studie bestätigen die Werte anderer Erhebungen: die Kluft zwischen privater Zufriedenheit und gesellschaftlicher Skepsis. 58 Prozent blicken laut SINUS zuversichtlich auf ihr eigenes Leben, doch nur 23 Prozent erwarten eine gute Zukunft für Deutschland.
Hinter diesen Zahlen verbergen sich tiefe Gräben. Die 18- bis 29-Jährigen trauen sich zu 75 Prozent eine gute Zukunft zu, die 50- bis 59-Jährigen nur noch zu 47 Prozent. Auch Bildung und Milieu entscheiden mit: Während 75 Prozent der Performer optimistisch bleiben, hoffen im prekären Milieu nur 25 Prozent auf eine gute eigene Zukunft.
Wer wenig Zuversicht hat, sorgt sich besonders stark. Gerade die Verletzlichsten fürchten am meisten um ihre Versorgung: 63 Prozent der prekären und 58 Prozent der nostalgisch-bürgerlichen Befragten machen sich sehr große Sorgen um ihre Versorgung bei Krankheit oder Pflege – bei den Performern sind es nur 38 Prozent.