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Viel günstiger als gedacht: Eine private Pflegezusatzversicherung ist deutlich preiswerter als die meisten Menschen glauben. Das zeigt eine aktuelle Marktanalyse der Ratingagentur Assekurata, die nun auch öffentlich verfügbar ist.

27.04.2021 - Die unabhängige Ratingagentur Assekurata hat zum Jahresbeginn 2021 die Preise und Leistungen von Pflegezusatzersicherungen analysiert. Die Marktanalyse belegt, dass die  „Vollkaskoabsicherung“ für den Pflegefall auch weiterhin zu bezahlbaren Preisen möglich ist. Nun steht die gesamte Studie auch zum Download zur Verfügung.

Die Kosten für die Bewohnerinnen und Bewohner in Pflegeheimen sind in den vergangenen zwölf Monaten weiter gestiegen: Zum 1. Januar 2021 zahlten Pflegebedürftige für die stationäre Versorgung im Schnitt 2.097,90 Euro pro Monat aus der eigenen Tasche (Vergleich zum 1.1.2020: 1.958,60 Euro; + 7,1 Prozent). Diese Eigenanteile setzen sich aus den unmittelbaren Pflegekosten (Einrichtungseinheitlicher Eigenanteil) sowie den Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Investitionen zusammen. Betroffene müssen dieses Geld zusätzlich zu den (Teilkasko-) Leistungen der gesetzlichen Pflegepflichtversicherung aufbringen.

Die wachsenden Eigenanteile an den Kosten im Pflegefall haben die Pflegelücke auf die politische Agenda gesetzt. Vor diesem Hintergrund hat die Ratingagentur Assekurata untersucht, zu welchen Prämien und Bedingungen Verbraucher sich mit einer Pflegezusatzversicherung gegen dieses finanzielle Risiko schützen können.

Die private Pflegezusatzversicherung ist eine wichtige Säule, um die Pflege in Deutschland zukunftsfest zu machen. Die Marktanalyse der Ratingagentur „Assekurata“ zeigt, dass man sich zu adäquaten Preisen gegen die Risiken der Pflegebedürftigkeit optimal absichern kann.

Florian Reuther, PKV-Verbandsdirektor

Die Menschen überschätzen die Kosten einer Pflegezusatzversicherung

In ihrer aktuellen Analyse kommen die Autoren zu dem Ergebnis, dass die Bürger die tatsächlichen Kosten der privaten Pflegevorsorge weit überschätzen. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Allensbach gingen die Befragten im Durchschnitt davon aus, dass es 235 Euro im Monat kosten würde, die Pflegevorsorge-Lücke zu schließen. Nach ihren finanziellen Möglichkeiten befragt, gaben die Teilnehmer im Durchschnitt an, 98 Euro pro Monat für die private Pflegevorsorge ausgeben zu können.

‚Vollkaskoabsicherung‘ für den Pflegefall zu bezahlbaren Preisen

Die Marktanalyse von Assekurata zeigt, dass sich der Eigenanteil an den Pflegekosten zu weitaus niedrigeren Prämien absichern lässt als gemeinhin angenommen. Eine vollständige Absicherung der Pflegelücke wäre beispielsweise mit einer Zusatzversicherung möglich, welche die gesetzlichen Teilkaskoleistungen bei ambulanter Pflege verdoppelt und im Fall stationärer Pflege in den Pflegegraden 2 bis 5 ein zusätzliches Pflegegeld von monatlich rund 2.100 Euro vorsieht. Dabei gilt grundsätzlich: Je früher eine Pflegezusatzversicherung abgeschlossen und mit dem Aufbau von Alterungsrückstellungen begonnen wird, desto geringer fällt der zu zahlende Beitrag aus. Eine „Vollkaskoabsicherung“ im Pflegefall gibt es Assekurata zufolge für Personen im Alter von 35 Jahren schon ab 35 Euro im Monat.

Die Marktanalyse von Assekurata zeigt, dass die PKV-Unternehmen individuell bedarfsgerechte Pflegetagegeld- und Pflegekostenversicherungen anbieten, mit denen eine ‚Vollkaskoabsicherung‘ für den Pflegefall zu bezahlbaren Preisen möglich ist. In den meisten Fällen dürfte ein geringeres Pflegemonatsgeld ausreichen, um ausreichend für den Pflegefall vorzusorgen – dann reduziert sich der Beitrag entsprechend. Die individuelle Pflegelücke − und damit der individuelle Versicherungsbedarf – ist nämlich von Fall zu Fall sehr unterschiedlich und hängt von vielen Faktoren ab. Interessenten sollten daher zunächst ihren Bedarf ermitteln und vor Vertragsabschluss eine fachkundige Beratung bei der Produktauswahl einholen-