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Eine neue Studie des medizinischen Dienstes der PKV, MEDICPROOF, zeigt, dass Privatversicherte mit der digitalen Begutachtung sehr zufrieden sind: 54 Prozent der Versicherten vergaben die Schulnote Eins, weitere 30 Prozent eine Zwei.

16.04.2021 – Auch wenn der medizinische Dienst der Privaten, MEDICPROOF, im vergangenen Jahr aufgrund des Ansteckungsrisikos mit dem Covid-19-Virus auf eine Begutachtung per Telefon umstellen und auf den Hausbesuch verzichten musste, wurden die Versicherten weiterhin nach ihrer Zufriedenheit befragt.

Das Ergebnis der bundesweiten und repräsentativen* Befragung ist bemerkenswert: Als Durchschnittsnote erhielten die MEDICPROOF-Gutachter eine 1,8 (nach einer 1,9 im Vorjahr). 54 % der Versicherten vergaben die Schulnote 1, weitere 30 Prozent eine Zwei. Dr. Franziska Kuhlmann, Geschäftsführerin von MEDICPROOF stellt zufrieden fest: „Die digitale Begutachtung und die Begutachtung durch Hausbesuch befinden sich im Hinblick auf die Versichertenzufriedenheit offensichtlich auf Augenhöhe.“

Gerade Änderungsgutachten, bei denen Versicherte bereits Begutachtungs-Erfahrung haben, seien im Schnitt deutlich positiver bewertet worden. Bei Erstgutachten sei ebenfalls ein leichter Anstieg bei der Zufriedenheit zu verzeichnen, so Dr. Franziska Kuhlmann. Weiterhin auffallend: Auch wenn das persönliche Kennenlernen in telefonischen Interviews weitgehend auf der Strecke bleibt, fühlen sich die Versicherten bei der digitalen Begutachtung ausführlicher befragt (1,6 im Vergleich zu 1,8 im Vorjahr). Außerdem haben die Versicherten den Eindruck, dass ihre Einschätzungen umfassender überprüft wurden (1,6 zu 1,9).

Frau Dr. Kuhlmann führt diese Ergebnisse auf den fehlenden visuellen Eindruck bei der digitalen Begutachtung zurück. Das führe dazu, dass Gutachterinnen und Gutachter im Rahmen des Telefoninterviews noch intensiver nachfragten und sich so ein noch umfassenderes Bild über die Pflegesituation machten: „Ein vermeintlicher Nachteil hat sich somit als größter Vorteil dieser Begutachterform herausgestellt.“

Insgesamt 50 Prozent der 3.000 angeschriebenen Begutachteten bzw. deren Pflegenden nahmen an der schriftlichen Befragung teil. Durchgeführt wurde sie erneut von Wissenschaftlern der Ruhr-Universität Bochum. Ergebnisbericht zur Versichertenbefragung 2020

* Die Befragungsergebnisse sind repräsentativ im Hinblick auf den Auftragstyp (Erstgutachten, Gutachten nach Änderungsantrag und Wiederholungsgutachten) und das Pflegeumfeld (ambulant/stationär) für das Jahr 2020.