Zusatzversicherung

Immer mehr Versicherte der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) setzen bei Zahnersatz, Kieferorthopädie und Prophylaxe auf die private Vorsorge. Die Zahl der Personen mit einer privaten Zahnzusatzversicherung auch im Jahr 2020 deutlich gewachsen.

20.10.2021 – Die Zahl der Zahnzusatzversicherungen ist nach den vorläufigen Geschäftszahlen der Privaten Krankenversicherung (PKV) im Jahr 2020 um 539.200 Versicherte oder plus 3,3 Prozent gestiegen. Insgesamt haben rund 16,9 Millionen Deutsche eine private Zahnzusatzversicherung.

Die Unternehmen der Privaten Krankenversicherung bieten Zahnzusatzversicherungen sowohl auf individueller Grundlage als auch über Gruppentarife im Rahmen der betrieblichen Krankenversicherung an. Allein im vergangenen Jahrzehnt ist die Gesamtzahl der versicherten Personen mit einem Zahnzusatztarif um 4,7 Millionen oder 38,9 Prozent angestiegen (von 12,2 Mio. im Jahr 2010).

Zusatzversicherung schützt vor hohem Eigenanteil

Zahntarife sind die populärsten privaten Zusatzversicherungen. Mit ihnen können gesetzlich Versicherte die begrenzten Leistungen der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) insbesondere beim Zahnersatz aufstocken. Sie erhalten – nach Vorleistung der gesetzlichen Kasse – je nach Tarif z.B. einen prozentualen Zuschuss zur Rechnung oder zu den verbleibenden Kosten.

Ohne Zusatzabsicherung müssen gesetzlich Versicherte selbst bei der einfachsten Zahnersatz-Variante aktuell bis zu 40 Prozent der Kosten selbst tragen (bis Oktober 2020 lag der sogenannte Festzuschuss bei 50 Prozent). Je nach Bundesland mussten gesetzlich Versicherte im Jahr 2019 bis zu 1.141 Euro für Zahnersatz aus der eigenen Tasche zuzahlen. Bei einer höherwertigen Versorgung steigt der Eigenanteil noch weiter an. Darüber hinaus können private Zusatzversicherungen weitere Leistungen mit abdecken, die die Gesetzliche Krankenversicherung in der Regel nicht übernimmt – zum Beispiel im Bereich der Kieferorthopädie für Erwachsene.