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Privatversicherte nehmen zahlreiche digitale Gesundheitsservices ihrer Versicherer an – und stehen auch den in Zukunft geplanten Angeboten aufgeschlossen gegenüber. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der Rating-Agentur Assekurata unter 516 PKV-Vollversicherten.

04.02.2021 – Der begehrteste Service, der Anfang des kommenden Jahres starten soll, ist das E-Rezept: Mehr als die Hälfte der Befragten interessiert sich dafür. Vor allem die 30- bis 39-Jährigen wünschen sich einen Terminerinnerungsservice ihrer Krankenversicherung. Auch die älteren Befragten würden gern digitale Angebote nutzen oder tun dies bereits. Von besonderem Interesse für die 60- bis 69-Jährigen sind Gesundheits-Apps und die elektronische Patientenakte. Den durch die Corona-Pandemie beförderten Schub der Telemedizin bestätigt die Assekurata-Umfrage hingegen nicht. Weniger als ein Drittel der Teilnehmer wünschen sich von ihrer Krankenversicherung Angebote für Online- oder Videosprechstunden.

Wegen Corona: Jeder Fünfte sagt Vorsorgeuntersuchung ab

Assekurata hat die Privatversicherten auch nach den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf ihre gesundheitliche Verfassung gefragt. 44 Prozent der Befragten gaben an, dass sich ihre Lebensqualität seit Beginn der Pandemie verschlechtert habe. 22 Prozent berichteten von mentalen, 19 Prozent von körperlichen Beeinträchtigungen. Zudem hatte jeder Fünfte einen Arzttermin für Kontroll- und Vorsorgeuntersuchungen abgesagt – die Mehrheit aus Sorge vor einer möglichen Corona-Infektion.

Im Rahmen einer Social Media-Kampagne ruft der PKV-Verband Patientinnen und Patienten dazu auf, auch in der Corona-Pandemie Arzttermine wegen akuten Erkrankungen sowie wichtige Kontroll- und Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen. In einer Interview-Serie erläutern Vertreter medizinischer Fachgesellschaften und Forschungseinrichtungen die Risiken verschobener Untersuchungen und klären auf, mit welchen Hygienemaßnahmen das Ansteckungsrisiko in Arztpraxen minimiert wird.

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