28.12.2020 - Mehrere Hunderttausend Privatversicherte können sich Jahr für Jahr über gute Nachrichten ihrer privaten Krankenversicherung (PKV) freuen: Denn viele Unternehmen erstatten ihren Versicherten Teile der Beiträge zurück. Allein im zuletzt ausgewerteten Jahr 2019 beliefen sich diese Beitragsrückerstattungen auf insgesamt 1,44 Milliarden Euro. Das entspricht 3,5 Prozent der eingenommenen Beiträge. 

Bei der Beitragsrückerstattung handelt es sich um Barauszahlungen an die Versicherten, die über einen längeren Zeitraum hinweg keine Leistungen in Anspruch genommen haben. Sie ist ein Anreiz, auf das Einreichen kleiner Rechnungen zu verzichten. Versicherte mit Anspruch auf Rückerstattung verhalten sich erfahrungsgemäß gesundheits- und kostenbewusster und verursachen so weniger Ausgaben. Davon profitieren sie nicht nur selbst, sondern das kommt auch den übrigen Versicherten zu Gute.

Prinzip der Beitragsrückerstattung bekommt hohen Zuspruch durch die Bevölkerung

Das Modell kommt in der Bevölkerung gut an, wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA im Auftrag des PKV-Verbandes von 2018 zeigt: Rund drei Viertel der Bürgerinnen und Bürger finden das Prinzip der Beitragsrückerstattungen in der PKV gut.

Die Höhe der Rückerstattung ist vertraglich festgelegt und gilt für den jeweiligen Tarif. Die Barauszahlung erfolgt in der Regel, wenn im Versicherungsjahr keine Rechnungen eingereicht wurden. Häufig steigt die Beitragsrückerstattung, je länger die Leistungsfreiheit dauert. Nach drei Jahren können es beispielsweise vier bis sechs Monatsbeiträge sein.

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