Das Interesse der Deutschen an der privaten Pflegevorsorge ist auch 2019 gestiegen. Die Pflegezusatzversicherung verzeichnet einen moderaten Anstieg auf insgesamt 3,77 Millionen Versicherungen.

Ohne private Eigenvorsorge in der Pflege wird Deutschland die Folgen der alternden Gesellschaft nicht auffangen können. Zumindest in Teilen trägt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn dem demografischen Wandel Rechnung, als er zu Wochenbeginn den geplanten Ausbau der privaten Vorsorge ankündigt. Die Botschaft ist klar: Trotz steuerfinanzierter Leistungsausweitungen wird die gesetzliche Pflegeversicherung auch in Zukunft eine Teilkaskoversicherung bleiben.

Im Wissen darum haben auch vergangenes Jahr wieder mehr Menschen die Lücke der gesetzlichen Pflegeversicherung mit einer privaten Pflegezusatzversicherung geschlossen. Die Zahl der Pflegezusatzversicherungen stieg moderat auf insgesamt 3,77 Mio. Davon entfielen 917.500 Versicherungen auf die staatlich geförderte Pflegezusatzversicherung – den sogenannten Pflege-Bahr (plus 4,5 Prozent). Die Zahl der ungeförderten Versicherungen stieg um 2,5 Prozent auf 2,85 Millionen.

Seit Einführung des „Pflege-Bahr“ im Jahr 2013 ist das Bewusstsein für die Notwendigkeit der privaten Zusatzvorsorge deutlich gewachsen: Die Zahl der geförderten und ungeförderten Versicherungen nahm in dieser Zeit von 2,2 auf 3,8 Millionen zu – das entspricht einem Anstieg um über 70 Prozent in sieben Jahren. Im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung haben dennoch erst 4,6 Prozent der Menschen* die Lücke der gesetzlichen Pflegeversicherung mit einer privaten Pflegezusatzversicherung geschlossen.

*Eine Person kann gleichzeitig eine geförderte und eine ungeförderte Versicherung besitzen. Die Zahl möglicher Doppelversicherungen liegen dem PKV-Verband nicht vor.