Wie groß sind die Vorurteile gegenüber Menschen, die sich mit dem HI-Virus infiziert haben? Das wollte der PKV-Verband wissen und hat zum morgigen Welt-Aids-Tag die Deutschen befragt.

30.11.2020 – Das Ergebnis überrascht: Fast jeder Fünfte in Deutschland hätte ein Problem damit, sich mit einem HIV-positiven Kollegen ein Büro zu teilen. Insgesamt stimmten 60 Prozent der Aussage zu, kein Problem damit zu haben, sich mit einem HIV-infizierten Kollegen ein Büro zu teilen. 19 Prozent stimmten nicht zu. Der Rest war unentschieden oder machte keine Angaben.

An der Befragung des Meinungsforschungsinstituts INSA nahmen 2.063 Menschen ab 18 Jahren teil. Kleinere Unterschiede in den Antworten bestehen je nach Alter oder Geschlecht: So gaben 21 Prozent der männlichen Befragten aber nur 17 Prozent der Frauen an, ein Problem damit zu haben, sich mit einem HIV-positiven Kollegen oder einer Kollegin das Büro zu teilen.

Der Direktor des Verbandes der Privaten Krankenversicherung, Florian Reuther, sagte: „Die Ergebnisse zeigen, dass gesellschaftliches Engagement gegen die Diskriminierung HIV-Infizierter unvermindert nötig ist“. Mit jährlich 3,5 Millionen Euro unterstützt die PKV die Präventionsbemühungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und die Deutsche Aids-Stiftung.