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Großes Revanche-Finale im PKV-Präventionsprojekt

Die Gewinner aus Köln
 

Im Sommer-Finale unseres Hip Hop-Präventionsprojektes konnte sich die Kölner Max-Planck-Realschule mit ihrem ersten Platz auch das Preisgeld von 1000 Euro für Präventionsprojekte an ihrer Schule sichern. Im Februar-Schoolbattle haben dagegen die Schülerinnen und Schüler aus Berlin die prominente Jury überzeugt. Der PKV-Verband freut sich, dass sich nun beide teilnehmenden Schulen als Sieger unseres Präventionsprojektes "Hip Hop gegen Komasaufen" bezeichnen können. Zur Fernsehberichterstattung über das PKV-Präventionsprojekt

 

Mit Jugendkultur einen Zugang schaffen

Mit dem bislang in Deutschland einmaligen Projekt „Hip Hop gegen Komasaufen“ richtet die private Krankenversicherung ihre Präventionsbotschaft direkt an die Schüler, indem sie zusätzliche Unterrichtsangebote in den Schulen ermöglicht. Das Projekt steht unter der Schirmherrschaft der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, und des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Klaus Wowereit.

Hinter dem Projekt steht ein pädagogisches Konzept, das der Hip Hop-Künstler BickMack alias Mario Pavelka in den vergangenen Jahren bereits mehrfach gegen Gewalt an Schulen erfolgreich erprobt hat.

Gerade für die Präventionsarbeit ist es unerlässlich, mit den Jugendlichen auf Augenhöhe zu kommunizieren. Daher werden Gesangs- und Tanzlehrer eingesetzt, die erfahren genug sind, den Jugendlichen neue Techniken beizubringen, die aber zugleich auch jung genug sind, um als Gesprächspartner zum Thema Alkoholmissbrauch ernst genommen zu werden.

So können Schülerinnen und Schüler über das Medium Hip Hop auf zeitgemäße, jugendgerechte Art erreicht und für den Lehrstoff begeistert werden. Die Sprache der Jugendlichen macht die gesellschaftspolitischen Fragen lebendig, die hinter dem Thema Alkoholmissbrauch stehen.

 

Pädagogisches Konzept

Der dem Projekt zugrundeliegende Unterrichtsleitfaden unterstreicht drei zentrale Bereiche, die den Jugendlichen nahegebracht werden sollen:

Reflexion der Problematik:

Beim Texten eigener Rap-Songs zum Thema „Komasaufen“ werden die Teilnehmer mit den gesundheitlichen Folgen des Alkoholmissbrauchs konfrontiert. Ihre persönlichen Erfahrungsberichte verarbeiten die Jugendlichen in ihren Texten, im herkömmlichen Unterricht würden sie diese wohl niemals thematisieren. Zudem werden die Schüler mit den Selbstbildnissen konfrontiert, die Jugendliche heutzutage über ihren eigenen Alkoholkonsum durch Videos im Internet hinterlassen – etwa durch mit der Handykamera gefilmte Partyaktionen oder Fotos. Damit wird ihnen aufgezeigt, dass Volltrunkenheit in der Gruppe eher zum Verlust von Respekt als zu Anerkennung führt.


Selbstreflexion und Stärkung der Eigenverantwortung:

Die Schüler bekommen über ihre in der Gruppe geschriebenen und aufgeführten Rap-Texte die Möglichkeit, ihr eigenes Verhalten kritisch zu hinterfragen: „Warum konsumiere ich Alkohol? Welche Probleme hoffe ich dadurch zu lösen? Wo liegt meine Grenze? Welche Gründe gibt es, diese Grenze nicht zu überschreiten? Wie behalte ich die Kontrolle? Hierbei handelt es sich um Themen und Fragen, die Jugendliche in ihrem Alltag untereinander sonst kaum besprechen. Mit einem Rap-Text, der mit Musik und Tanz auf der Bühne aufgeführt wird, fällt es deutlich leichter, solche Probleme anzusprechen und zugleich „cool“ zu bleiben.


Stärkung des Selbstbewusstseins und Vermittlung von Handlungsalternativen:

Das Projekt ist von der These geleitet, dass die Jugendlichen durch das Erlernen verschiedener Hip Hop-Techniken Respekt durch Gleichaltrige erfahren, ohne auf Alkohol oder Drogen zurückgreifen zu müssen. Immerhin erfordert eine tänzerische Präsentation im Rahmen des Wettbewerbs ein hohes Maß an Fitness und Selbstdisziplin. Deren erfolgreiche Performance ruft sicherlich eine deutlich positivere soziale Anerkennung hervor als ein gewonnenes Wetttrinken.

 

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