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Private Krankenversicherung informiert

Eine Entscheidung zur Organspende kann Leben retten
 

Aktuell warten hierzulande mehr als 10.000 Patienten und Patientinnen auf eine Organspende. Pro Tag sterben in unserem Land drei Menschen, weil für sie kein passendes Spenderorgan zur Verfügung steht. Die Private Krankenversicherung unterstützt daher das politische Ziel, dass sich so viele Menschen wie möglich regelmäßig mit dem Thema Organspende auseinandersetzen und eine Entscheidung für oder gegen eine Spende ihrer Organe treffen.

Gesetzliche Neuregelung zur Organspende

Damit sich die Deutschen intensiver mit dem Thema befassen, hat der Gesetzgeber im Juli 2012 über Parteigrenzen hinweg eine wichtige Neuregelung beschlossen. Jeder soll dazu motiviert werden, sich ausführlich mit der Organ- und Gewebespende auseinanderzusetzen und eine unabhängige Entscheidung zu treffen. Eine wichtige Rolle schreibt das Gesetz dabei den gesetzlichen Krankenkassen und den Unternehmen der Privaten Krankenversicherung zu: Sie sollen alle Versicherten, die das 16. Lebensjahr vollendet haben, regelmäßig und umfassend über das Thema Organspende informieren.

Somit werden auch Privatversicherte alle zwei Jahre angeschrieben und zu einer freiwilligen Entscheidung zur Organ- und Gewebespende motiviert. Die Private Krankenversicherung unterstützt die Umsetzung der so genannten Entscheidungslösung, bei der der Grundsatz der Freiwilligkeit erhalten bleibt: Niemand wird dazu gezwungen, sich für oder gegen eine Spende seiner Organe zu entscheiden oder eine bestimmte Entscheidung zu treffen. Allerdings: Nur wer sich selbst entscheidet und seinen Entschluss auch bekundet – ob für oder gegen eine Spende nach dem Tode –, kann seinen Angehörigen im Todesfall eine zusätzliche Belastung ersparen. Denn sie müssen die Entscheidung treffen, wenn keine eindeutige Erklärung des Verstorbenen zur Organ- und Gewebespende vorliegt.

Entscheidung über Organspende entlastet Angehörige

Damit ihre Versicherten eine solche Entscheidung auch dokumentieren können, stellen die PKV-Unternehmen ihnen kostenlos Organspendeausweise zur Verfügung. Alternativ können sich Interessierte den Ausweis nebst weiteren Informationen auch über die BZgA beziehen, die dafür die Internetplattform organspende-info.de eingerichtet hat.

Bei der Organvergabe spielt es übrigens auch weiterhin keine Rolle, ob ein Patient auf der Warteliste privat oder gesetzlich krankenversichert ist. Die Verteilung von Organen erfolgt wie bisher ausschließlich nach medizinischen Kriterien wie der Dringlichkeit und Erfolgsaussicht der Transplantation.