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Fachgespräch zur ärztlichen Vergütung

 

Der Koalitionsvertrag sieht vor, dass eine Wissenschaftliche Kommission Vorschläge für ein modernes Vergütungssystem in der ambulanten ärztlichen Versorgung erarbeitet. Manche fordern dabei, das ärztliche Vergütungswesen – bestehend aus der vertragsärztlichen Vergütung nach dem Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) und der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) – zu vereinheitlichen.

Doch das ist der falsche Weg: Nicht eine Vereinheitlichung der Gebührenordnungen, sondern die Fortentwicklung des EBM und die Novellierung der GOÄ wären ein nachhaltiger Beitrag zur Modernisierung des Vergütungssystems. Dass dies gelingen kann, zeigen sowohl ein neues Gutachten der Universität zu Köln als auch der aktuelle Verhandlungsstand zur Novellierung der GOÄ. Zu diesem Thema informiert der PKV-Verband im Rahmen einer Fachdiskussion.

 

Teilnehmer

 

Dr. Christof Mittmann (Statement) (PDF-Dokument, 65.3 KB)
Vorstandsvorsitzender des PVS-Verbandes
Prof. Dr. Dietmar Oesterreich (Statement (PDF-Dokument, 95.2 KB))
Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer
Dr. Klaus Reinhardt (Statement (PDF-Dokument, 104.1 KB))
Präsident der Bundesärztekammer
Dr. Florian Reuther (Statement (PDF-Dokument, 130.9 KB))
Direktor des Verbandes der Privaten Krankenversicherung
Prof. Christian Rolfs (Statement (PDF-Dokument, 82.9 KB))
Universität zu Köln - Institut für Versicherungsrecht

 

Memorandum zu einer einheitlichen Gebührenordnung

In einem Memorandum zur Diskussion einer einheitlichen Gebührenordnung (PDF-Dokument, 190.4 KB)kommen unter anderem die beiden Professoren Volker Ulrich (Universität Bayreuth) und Eberhard Wille (Universität Mannheim) zu dem Ergebnis, dass sich „die ärztliche Vergütung nicht nivellieren lässt, ohne wesentliche Systemunterschiede zwischen GKV und PKV zu beseitigen. In anderen Worten: Die Systementscheidung muss der Vergütungslogik zeitlich, logisch und systematisch immer voran gehen." Mit Blick auf die Finanzierbarkeit dürfte sich eine einheitliche Gebührenordnung wohl gleichzeitig an den Mengen- und Preisregulierungen des GKV-System orientieren, heißt es im Fazit. "Dies würde der medizinischen Infrastruktur in der Folgezeit nicht nur erhebliche finanzielle Mittel entziehen, sondern auch einen ordnungspolitischen wie rechtlich fragwürdigen Systembruch bedeuten."

 

PKV-Mehrumsatz

 

Die Bedeutung Privatversicherter für die Finanzierung des deutschen Gesundheitswesens wächst weiter. Im Jahr 2017 flossen 35,74 Milliarden Euro durch Privatpatienten ins System. Wären sie gesetzlich versichert, hätte das System 13,23 Milliarden Euro, also über ein Drittel davon, verloren. Eine Vereinheitlichung des Systems ginge damit mit Nachteilen für alle einher. Den sogenannten Mehrumsatz berechnet das Wissenschaftliche Institut der Privaten Krankenversicherung (WIP) regelmäßig.

 

PKV-Regionalatlas

Durch den Mehrumsatz tragen Privatversicherte gerade auch in ländlichen Regionen überproportional zum Einkommen und damit zum Fortbestand der Arztpraxen bei. Das zeigen die Daten aus dem neuen PKV-Regionalatlas.

 

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