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Umstellung auf Pflegegrade

Bei der Einstufung der Pflegebedürftigkeit geht es künftig allein um die Frage, welche Fähigkeiten die Pflegebedürftigen haben, wie selbstständig sie also bei der Gestaltung verschiedener Lebensbereiche sind. So wird beispielsweise untersucht, wie mobil ein Mensch noch ist, ob er seine grundlegenden Bedürfnisse mitteilen, soziale Kontakte pflegen oder selbstständig Medikamente einnehmen kann. Die bisher getrennten Bewertungsverfahren werden durch ein einheitliches Begutachtungsinstrument ersetzt.
Damit wird die bisher defizit-orientierte Pflegebegutachtung zu einer ressourcen-orientierten Begutachtung, was sie ganzheitlicher macht und somit die Pflegebedürftigkeit besser abbilden dürfte. Manche Prognosen gehen von bis zu einer halben Million zusätzlicher Leistungsempfänger im Zuge der Reform aus.