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Die Finanzierungslücke in der Pflege bleibt

Trotz der umfangreichen Leistungsausweitungen, die am 1. Januar 2017 in Kraft getreten sind, bleibt im Falle der Pflegebedürftigkeit eine Finanzierungslücke bestehen. Das verwundert nicht, denn die Pflegepflichtversicherung war nie als „Vollkasko“-Versicherung gedacht. Aktuelle Zahlen aus der PKV-Pflegedatenbank zeigen, dass die durchschnittlichen Kosten für die Betreuung in einem Pflegeheim weiter gestiegen sind. In der Datenbank sind alle Vergütungsvereinbarungen zwischen den Pflegekassen und den Heimen hinterlegt. Diese Vereinbarungen gelten für privat und gesetzlich Versicherte gleichermaßen.

 
 
 

Im bundesweiten Durchschnitt zeigt sich, dass z.B. die Kosten für eine vollstationäre Versorgung in Pflegestufe III heute 3.571,30 Euro im Monat betragen. Legt man die Leistungen aus der Pflegepflichtversicherung von 1.612 Euro zu Grunde, bleibt eine Finanzierungslücke von 1.959,30 Euro, die die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen selbst aufbringen müssen. Diese Zahlen sollten jedem klar machen, dass eine zusätzliche Absicherung gegen das Risiko der Pflegebedürftigkeit für viele Menschen unerlässlich ist, wenn man im Fall der Fälle unabhängig vom Sozialamt sein möchte oder verhindern will, dass die eigenen Kinder zur Finanzierung herangezogen werden. Aber auch für diejenigen, die die zusätzliche Kostenbelastung aus eigenem Vermögen oder Einkommen tragen könnten – das sind nicht  ganz  wenige – kann Eigenvorsorge sinnvoll sein, um den gewohnten Lebensstandard halten zu können und um sich Spielraum für eine Pflege nach eigenen Vorstellungen und Bedürfnissen zu verschaffen.
Auch die ab 2017 geltenden Leistungen in den fünf Pflegegraden ändern nichts daran, dass ein erheblicher Anteil der Pflegekosten selbst zu tragen ist. Und dabei sind zukünftige Kostensteigerungen noch nicht einmal berücksichtigt. Auch bei häuslicher Pflege bleiben die Zahlungen der gesetzlichen Pflegeversicherung begrenzt. Für eine selbstbeschaffte Hilfe stehen dann je nach Pflegegrad zwischen 316 und 901 Euro Pflegegeld monatlich zur Verfügung – nicht genug für eine Betreuung rund um die Uhr. Deswegen ist der Abschluss einer Pflegezusatzversicherung eine sinnvolle Möglichkeit, zu überschaubaren Kosten etwas gegen die drohende Pflegelücke zu tun.

 

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