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Beitragsentwicklung in der Sozialen Pflegeversicherung

Die Leistungen in der Privaten Pflegepflichtversicherung und der Sozialen Pflegeversicherung (SPV) sind gesetzlich definiert und absolut identisch. Deswegen müssen auch die SPV-Versicherten die Mehrausgaben in Folge der Pflegereformen über höhere Beiträge mitfinanzieren.

In der SPV, deren Beitrag sich nach Prozentsätzen des persönlichen Einkommens bemisst, wurden diese Beitragssätze schon ab dem Jahr 2015 in zwei Stufen stark erhöht. So betrug der Beitrag eines Durchschnittsverdieners in der SPV zuvor 66 Euro im Monat und wird 2020 rund 110 Euro betragen, das ist ein Anstieg um fast 70 Prozent. Der Höchstbeitrag für gesetzlich Versicherte an der Beitragsbemessungsgrenze stieg im selben Zeitraum von 93 auf rund 155 Euro im Monat.

 
 

Da sich die SPV über das sogenannte Umlageverfahren finanziert, wirken sich die Folgen unserer alternden Gesellschaft dort sehr viel stärker aus als in der PPV. Denn anders als die PPV bildet die SPV für ihre Versicherten keine Kapital-Vorsorge zur Finanzierung der zukünftigen Leistungsansprüche. Stattdessen werden in der SPV die stark steigenden Kosten für immer mehr ältere Versicherte, die aufgrund ihres geringeren Einkommens gleichzeitig weniger Beiträge zahlen, künftig die Beitragslast von immer weniger jüngeren Erwerbstätigen deutlich erhöhen. Eine Berechnung des Wissenschaftlichen Instituts der PKV (WIP) zeigt, dass allein die demografische Änderung zu einem Beitragssatzanstieg auf 4,1 Prozent in der SPV im Jahr 2040 führt. Wenn die Ausgaben stärker steigen als die Einnahmen, wie es in den letzten zwanzig Jahren regelmäßig zu beobachten war, ergeben sich im Jahr 2040 Beitragssätze zwischen 5,2 und 7,9 Prozent.

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