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Beitragserhöhung in der Pflege für 2020

Dass der Beitrag für viele Versicherte zum 1. Januar 2020 sprunghaft ansteigt, liegt maßgeblich an den gesetzlichen Vorschriften für die Beitragskalkulation in der PPV. Demnach darf der Beitrag immer nur dann angepasst werden, wenn mindestens eine der folgenden Voraussetzungen vorliegt.

  • Die Leistungsausgaben weichen um mehr als 5 Prozent von der ursprünglichen Kalkulation ab. Dieser Schwellenwert wurde nun vor allem aufgrund der gesetzlich beschlossenen Leistungsausweitungen durch die Pflegereformen überschritten.
  • Die Lebenserwartung weicht um mehr als 5 Prozent von der ursprünglich angenommenen ab.

Übersteigt keiner der beiden Werte die 5-Prozent-Schwelle, darf das Unternehmen die Beiträge nicht anpassen (Ausnahme: Der Gesetzgeber räumt den Unternehmen ein begrenztes Sonderanpassungsrecht ein).

Überschreitet mindestens einer der beiden Indikatoren den Schwellwert, müssen alle in der Zwischenzeit veränderten Rechnungsgrundlagen (hierzu zählt zum Beispiel der Rechnungszins) auf das aktuelle Niveau angepasst werden. Liegt die letzte Überschreitung des Schwellenwertes länger zurück, kann dieser Mechanismus zu einem sprunghaften Beitragsanstieg führen.

Vor allem bei vielen Beamtentarifen ist nun genau das geschehen: Die letzte Überschreitung der 5-Prozent-Schwelle liegt hier 5 Jahre zurück. Bei der Überprüfung der Rechnungsgrundlagen musste auch der Rechnungszins stark gesenkt werden, weil die langjährige Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank zu sinkenden Erträgen aus den Kapitalanlagen führt.

Weitere Informationen zum Thema:

 

 

 

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