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Wie verhält es sich mit der Krankenversicherung in der Ausbildung?

Kinder und Jugendliche sind entweder in der GKV familienversichert, dort freiwillig versichert oder aber privat krankenversichert. Die einmal gewählte Versicherung bleibt in der Regel bis zum Ende der Schullaufbahn bestehen. Erst mit Beginn einer Ausbildung, eines Studiums oder freiwilligen Dienstes stellt sich erneut die Frage, welche Krankenversicherung gewählt werden kann oder muss.

Grundsätzlich gilt auch für Schulabgänger die bekannte Regelung aus dem Sozialgesetzbuch Fünf (SGB V): Wer ein Arbeitsentgelt über der Geringfügigkeitsgrenze von 450 Euro im Monat und unter der Versicherungspflichtgrenze von 57.600 Euro (2017) im Jahr hat, ist versicherungspflichtig in der Gesetzlichen Krankenversicherung.

Wie bin ich während einer freiwilligen Dienstzeit krankenversichert?

Während eines Bundesfreiwilligendienstes gewährtes Taschengeld und auch Sachbezüge wie Verpflegung, Wohnung oder Kleidung zählen als Arbeitsentgelt. Da es sich bei dem Dienst nicht um eine geringfügige Beschäftigung handelt, sind Freiwillige im Bundesfreiwilligendienst als Arbeitnehmer versicherungspflichtig. Eine Befreiung von der Versicherungspflicht ist nicht möglich.

Freiwillig Wehrdienstleistende haben einen Anspruch auf unentgeltliche truppenärztliche Versorgung. Ursprünglich privat versicherte Wehrdienstleistende sollten für die Dauer ihres Dienstes eine Anwartschaftsversicherung oder Ruhensvereinbarung abschließen. So können sie die private Krankenversicherung später wieder aufleben lassen, sofern sie nicht versicherungspflichtig in der GKV werden. Die Beiträge für die Anwartschaftsversicherung erhalten sie auf Antrag im Rahmen der Unterhaltssicherung erstattet.

Wie bin ich während eines Studiums krankenversichert?

Wer an einer deutschen Hochschule ein Studium aufnimmt, wird in der Regel versicherungspflichtig in der Gesetzlichen Krankenversicherung. Studierende können sich allerdings von dieser Versicherungspflicht befreien lassen und für die Dauer ihres Studiums privat versichern. Hierfür müssen sie innerhalb von drei Monaten nach Studienbeginn einen Antrag bei der Gesetzlichen Krankenversicherung stellen. Die gesetzliche Versicherungspflicht endet in der Regel nach dem 14. Fachsemester, spätestens jedoch mit dem 30. Geburtstag. Danach sind Studenten stets versicherungsfrei und können sich privat versichern.

Für die PKV spricht ein umfassender Versicherungsschutz, der entsprechend den Wünschen und Bedürfnissen gewählt werden kann. Besonders für Kinder von Beihilfeempfängern ist der Beitrag durch die passenden Tarife zudem sehr günstig.


Ebenso können sich Auszubildende ohne Arbeitsentgelt und Auszubildende des Zweiten Bildungsweges, die sich in einem nach dem BAföG förderungsfähigen Teil eines Ausbildungsabschnitts befinden, von der Versicherungspflicht befreien lassen