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Welche Regelungen gibt es für Arbeitnehmer?

Welche Gehaltsbestandteile spielen eine Rolle für die Versicherungspflicht?

Ob Sie als Arbeitnehmer versicherungsfrei oder versicherungspflichtig sind, hängt von Ihrem regelmäßigen Jahresarbeitsentgelt ab. Hierfür wird Ihr monatliches Entgelt im Jahresdurchschnitt betrachtet. Dazu zählen auch Einmalzahlungen, die Sie regelmäßig und mit hinreichender Sicherheit erhalten. Relevant sind also:

  • das monatliche Bruttoeinkommen
  • vermögenswirksame Leistungen
  • Urlaubs- und Weihnachtsgeld bzw. 13. Monatsgehalt
  • Bereitschaftsvergütungen – sofern sie vertraglich vorgesehen sind und regelmäßig gezahlt werden
  • Überstundenpauschalen – aber keine gelegentlichen Überstundenvergütungen.

Übersteigt Ihr Jahresarbeitsentgelt die Jahresarbeitsentgeltgrenze – auch Versicherungspflichtgrenze genannt – (2017: 57.600 Euro), sind Sie versicherungsfrei. Die Jahresarbeitsentgeltgrenze wird jährlich entsprechend der durchschnittlichen Lohn- und Gehaltsentwicklung angepasst.

Wie kann ich mich versichern, wenn ich mehrere Tätigkeiten ausübe?

Haben Sie als Arbeitnehmer zwei oder mehr Arbeitsverhältnisse, werden Ihre Jahresarbeitsentgelte addiert. Liegt die Summe der Entgelte über der Versicherungspflichtgrenze, so sind Sie versicherungsfrei. Nicht berücksichtigt werden Einkommen aus geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen, also unter 450 Euro im Monat.

Sind Sie neben Ihrer Anstellung auch selbstständig tätig, kommt es darauf an, welche Tätigkeit überwiegt. Als hauptberuflich Selbständiger sind Sie stets versicherungsfrei und können sich privat versichern. Als hauptberuflich Angestellter ist Ihr Einkommen von Belang.