• Vorlesen
  • A A A

Wie wird sich der PKV-Beitrag bis zur Rente entwickeln?

Häufig heißt es in den Medien, dass sich der PKV-Beitrag zwischen Vertragsbeginn und Rentenalter mit 67 verdoppeln oder gar verdreifachen könnte. Solche Schlagzeilen machen einem Leser natürlich erst mal Sorge.

Doch auf den zweiten Blick klärt sich das Bild: Denn ohne Vergleichsdaten, wie sich im selben Zeitraum die Beiträge in der Gesetzlichen Krankenversicherung entwickeln, haben derartige Prognosen keinen Aussagewert.

Tatsache ist, dass der Beitrag der Gesetzlichen Krankenversicherung für freiwillig versicherte Arbeitnehmer im Jahr 1980 umgerechnet 230,31 Euro betrug. Im Jahr 2018 liegt der Beitrag bei knapp 690,30 Euro. Das ist eine Verdreifachung – und zwar in der Realität, nicht in der Prognose.

In der PKV verlief die Beitragsentwicklung sehr ähnlich – von den Kosten des medizinischen Fortschritts sind eben beide Krankenversicherungssysteme gleichermaßen betroffen. Und dieser Fortschritt hat ja nicht nur Folgen für die Finanzen. Sondern er hat auch sehr positive Folgen für die Qualität der medizinischen Behandlung und die Chance, länger gesund leben zu können.

IGES-Institut: Langfristige Entwicklung der Beiträge in GKV und PKV vergleichbar

Das unabhängige und anerkannte IGES-Institut hat die langfristigen Beitragsentwicklungen in der Privaten und der Gesetzlichen Krankenversicherung verglichen. Es kommt zu dem Ergebnis, dass die langfristige Beitragsentwicklung in GKV und PKV in den letzten zwei Jahrzehnten ziemlich vergleichbar ist.

Dass beide Versicherungssysteme die steigenden Gesundheitskosten bewältigen müssen, hat auch die Zeitschrift „Finanztest“ festgestellt und mit Daten von 1970 bis 2014 dokumentiert: „Die Kosten pro Versicherten steigen gleichermaßen, egal, ob privat oder gesetzlich versichert.“

 

INFOBROSCHÜREN