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Ist meine Entscheidung für die PKV immer noch richtig?

Die Frage, ob man sich in der Privaten oder der Gesetzlichen Krankenversicherung besser aufgehoben fühlt, sollte man nicht allein anhand der Beitragshöhe beantworten. Dem Beitragsvergleich brauchen wir nicht auszuweichen, dazu lesen Sie unten gleich mehr.

Das Entscheidende an einer Krankenversicherung sind die Qualität und der Umfang der Versorgung im Krankheitsfall – und zwar nicht erst dann, wenn es um Leben und Tod geht. Deshalb haben Sie sich für den besonderen Schutz als Privatpatient entschieden:

  • Weil die Private Krankenversicherung Ihnen eine umfassende Versorgung bei allen Haus- und Fachärzten bietet.
  • Weil Sie nicht nur stationär, sondern auch ambulant auf die Spezialisten im Krankenhaus zurückgreifen können.
  • Weil die Ärzte bei Ihrer Behandlung nicht wie in der GKV an finanzielle Budgetgrenzen gebunden sind, sondern nach bestem medizinischem Wissen die neuesten Diagnosegeräte und Behandlungsmethoden einsetzen können.
  • Weil die Ärzte Ihnen die am besten geeigneten Medikamente z.B. mit den geringsten Nebenwirkungen verschreiben können und nicht nur das jeweils billigste Präparat.
  • Weil in der PKV neueste Diagnoseverfahren und Arzneien – deren Erfolg wissenschaftlich nachgewiesen ist – den Versicherten schneller zur Verfügung stehen - ohne formale Genehmigungsverfahren wie in der GKV, die oft jahrelang dauern können.

Auch den Beitragsvergleich braucht die PKV nicht zu scheuen. Selbst nach der jetzigen Erhöhung bleibt der PKV-Beitrag meist deutlich unter dem, was man in der GKV zahlen müsste. Für privatversicherte Arbeitnehmer wären alternativ in der GKV 2018 monatlich über 690 Euro fällig. Außerdem werden Zuzahlungen für fast jedes Medikament fällig. Hinzu kommen auch noch die Beiträge zur Pflegeversicherung, die in den allermeisten Fällen in der PKV deutlich günstiger sind. In der gesetzlichen Pflegeversicherung wären für privatversicherte Arbeitnehmer alternativ 124 Euro pro Monat fällig, für Versicherte mit Kindern wären es rund 113 Euro. Somit kommt für die Kranken- und Pflegeversicherung 2018 ein GKV-Beitrag von über 800 Euro zusammen (wobei Arbeitnehmer in GKV und PKV gleichermaßen einen entsprechenden Arbeitgeberanteil erhalten).

Übrigens: In der GKV steigt der Beitrag jedes Jahr. Für Versicherte unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze werden bei jeder Lohnerhöhung automatisch rund 16 Prozent für die Krankenkasse abgezogen; wer mehr verdient, muss durch die jährliche Anhebung der Bemessungsgrenze höhere Beiträge abführen. Allein 2018 wird sie von 4.350 auf 4.425 Euro pro Monat erhöht.

Fazit: Bei näherem Hinsehen ist die PKV im Leistungs-Vergleich und im Beitragsvergleich wohl unverändert die richtige Entscheidung.