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Die Bürgerversicherung schadet Wirtschaft und Arbeitsplätzen

Die Verfechter der Bürgerversicherung wollen die Arbeitgeber stärker zur „solidarischen“ Mitfinanzierung heranziehen. Klingt gut, aber das geht auf Kosten der Arbeitnehmer und es drohen sogar Arbeitsplatz-Verluste.

Die von der SPD geplante Abschaffung der Bemessungsgrenze für den Arbeitgeberanteil beim Krankenkassenbeitrag wäre nichts anderes als eine Sondersteuer auf Arbeitsplätze. Ausgerechnet qualifizierte und innovative Arbeitsplätze, die Deutschland für seine internationale Wettbewerbsfähigkeit dringend braucht, würden durch diese neue „Gesundheitssteuer“ massiv zusätzlich belastet (siehe Grafiken).

Und die Last träfe kleine und mittelständische Betriebe besonders schwer. Mit der SPD-Bürgerversicherung droht also die Vernichtung wertvoller Arbeitsplätze. Überdies wirkt der Wegfall der Bemessungsgrenze wie eine Bremse für die künftige Lohnentwicklung. Denn jede Gehaltserhöhung führt bei der Bürgerversicherung zu zusätzlichen Kosten für den Arbeitgeber.

Grafik: Arbeitgeberbelastung in der Bürgerversicherung nach dem Modell der SPD

Grafik: Arbeitgeberbelastung in der Bürgerversicherung nach dem Modell der Grünen

Ohnehin ist die so genannte solidarische Mitfinanzierung durch die Arbeitgeber eine Irreführung. Schließlich müssen auch die Kosten des Arbeitgeberanteils immer erst vom jeweiligen Arbeitnehmer erwirtschaftet werden, sonst wäre sein Arbeitsplatz unrentabel und würde letztlich abgebaut.