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Die Bürgerversicherung schadet Rentnern und Kleinsparern

Die Verfechter der Bürgerversicherung versprechen höhere Einnahmen durch Beiträge auf Kapitalerträge und Mieteinkünfte. Klingt gut, aber dies wird weniger die Reichen belasten, sondern vor allem die Durchschnittsverdiener.

Grüne, Linke und DGB wollen auch auf Sparzinsen und Mieteinnahmen den Bürgerversicherungsbeitrag kassieren. Allerdings sind Kapitalerträge und Mieteinkünfte längst kein Privileg von „Besserverdienenden“ mehr, sondern vielfach Bestandteil der mühsam ersparten Altersvorsorge von Normalverdienern.

Die Bürgerversicherung bringt vor allem für sparsame Kleinverdiener und Rentner eine schwere Zusatzbelastung (siehe Grafik). Dagegen bleiben Vermögensmillionäre mit ihren Kapitaleinkünften weitestgehend außerhalb der Bemessungsgrenze und insoweit beitragsfrei.

Grafik: Beitragsanstieg bei Rentnern

Besonders betroffen wären durchschnittlich verdienende Arbeitnehmer, die mit den Zinseinkünften auf ihre Ersparnisse, z. B. aus einer Erbschaft, unterhalb der Bemessungsgrenze liegen und daher den vollen Beitrag auf jeden einzelnen Euro abführen müssen. Damit bekommen sie etwa 15 Prozent weniger aus ihren Ersparnissen.

Ein böses Erwachen bringt die Bürgerversicherung auch für Rentner, die lange für den Kauf einer Wohnung gespart haben, um ihre kleine Rente mit Mieteinnahmen zu ergänzen. Denn auch dieses Zubrot würde schlagartig um etwa 15 Prozent Bürgerversicherungsbeitrag gekürzt.