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Die Bürgerversicherung schadet der medizinischen Versorgung

Die Verfechter der Bürgerversicherung versprechen gleiche Leistungen für alle. Klingt gut, aber eine Einheitsversicherung bedeutet in Wirklichkeit: beschränkter Leistungskatalog mit engen Budget-Grenzen für alle.

Nur durch die Existenz von zwei Versicherungssystemen gibt es einen echten Preis- und Qualitätswettbewerb. Wenn jedoch die Private Krankenversicherung (PKV) in die einheitliche Bürgerversicherung integriert und der Wettbewerb damit faktisch abgeschafft wird, fällt diese Vergleichsmöglichkeit weg. Dann kann der Staat ungehemmt an der „Beitragsschraube“ drehen, die Budgetgrenzen für die Ärzte weiter senken und Leistungen kürzen, denn den Bürgern fehlt jede Alternative.

Das bestätigt sogar die Chefin des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), Doris Pfeiffer:

„Ohne die Konkurrenz von Privatversicherungen wäre die Gefahr, dass der Leistungskatalog auf eine minimale Grundversorgung reduziert wird, größer. In einem Einheitssystem ließen sich die Leistungen leichter reduzieren.“1

1 Tagesspiegel, 1. Juli 2008