• Vorlesen
  • A A A

PKV publik 6.2017

Volker Leienbach, Direktor des Verbandes der Privaten Krankenversicherung e.V.

 

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

in den vergangenen Ausgaben der PKV publik haben wir gezeigt, warum das deutsche Gesundheitssystem mit Privater und Gesetzlicher Krankenversicherung einen internationalen Spitzenplatz einnimmt, warum es gut für alle Versicherten ist, auf welche Weise es medizinische Innovationen fördert und weshalb die gesamte Wirtschaft in Deutschland davon profitiert.

Manch einer mag dabei gedacht haben, das seien allein die Argumente einer Branche in eigener Sache. Umso erfreulicher ist es, dass sich viele Akteure quer durch die Gesellschaft, darunter Repräsentanten wichtiger Institutionen und Verbände, öffentlich für den Erhalt der erfolgreichen Dualität zwischen Privater und Gesetzlicher Krankenversicherung aussprechen.

So nutzten die Gastredner auf der PKV-Jahrestagung die Gelegenheit, sich eindeutig gegen ein einheitliches Krankenversicherungssystem auszusprechen, das aus ihrer Sicht nur Nachteile bringen würde (Bericht über die Jahrestagung). Und auch der Vorsitzende des Deutschen Apothekerverbandes, Fritz Becker, sowie der Ärztliche Direktor des Unfallkrankenhauses Berlin, Axel Ekkernkamp, sprechen sich in diesem Heft glasklar für den Erhalt des heutigen Systems aus – und begründen das schlüssig aus ihren Erfahrungen in der Praxis.

Darüber hinaus haben wir mit vielen weiteren Akteuren aus der Gesundheitsbranche, Wirtschaft und Wissenschaft gesprochen, deren eindrucksvolle Statements zur Gesundheitspolitik und klare Bekenntnisse zum dualen deutschen Krankenversicherungssystem wir in Form von Video-Interviews veröffentlicht haben. Es lohnt sich, hier regelmäßig vorbeizuschauen, denn auch in den nächsten Wochen werden wir weitere Interviews führen und dort veröffentlichen. Über neue Statements informieren wir auch regelmäßig auf unserem Twitterkanal: @PKV-Verband.

Dieser breite Konsens für unser hervorragendes Gesundheitssystem sollte den einen oder anderen, der unter dem irreführenden Begriff „Bürgerversicherung“ leichtfertig nach Radikalreformen in Richtung einer Einheitsversicherung ruft, nachdenklich machen. Denn was scheinbar gut klingt, würde am Ende beträchtliche Nachteile für alle bringen. Deshalb gilt, was jeder gute Mannschaftstrainer weiß, auch für die Politik: Never change a winning team.

Mit freundlichen Grüßen, Ihr

Volker Leienbach