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Für unser Gesundheitssystem

 

13.06.2017

Wie Privatversicherte zur hohen Qualität der medizinischen Versorgung beitragen

Privatversicherte tragen in allen Bereichen dazu bei, das hohe Versorgungsniveau des Gesundheitssystems zu sichern. Aktuelle Zahlen des Wissenschaftlichen Instituts der PKV (WIP) zeigen das einmal mehr. Diese Ergebnisse werden durch eine weitere Studie bestätigt.


Nicht nur Ärzte können sich auf eine angemessene und transparente Vergütung durch Privatversicherte verlassen. Auch Krankenhäuser, Physiotherapeuten oder Hebammen profitieren immer stärker davon, dass sie neben gesetzlich versicherten Patienten auch Privatpatienten behandeln können. Insgesamt 12,63 Milliarden Euro standen dem deutschen Gesundheitssystem im Jahr 2015 allein durch die Existenz der Privaten Krankenversicherung zusätzlich zur Verfügung, wie eine aktuelle Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der PKV (WIP) ergibt. Anders formuliert: Ohne Privatpatienten würde dieser sogenannte Mehrumsatz den Dienstleistern im Gesundheitssystem jedes Jahr fehlen – mit entsprechenden Auswirkungen beispielsweise auf die Personalausstattung oder Investitionsmöglichkeiten in neue medizinische Geräte.

 

Wie einschneidend ein Verlust dieser zusätzlichen Einnahmen aus der Privaten Krankenversicherung tatsächlich wäre, zeigt ein Blick auf den ambulanten Bereich. Die Arztpraxen würden ohne die Private Krankenversicherung nach den Berechnungen des WIP jährlich über 6 Milliarden Euro einbüßen. Umgerechnet sind das durchschnittlich mehr als 50.000 Euro, die jedem niedergelassenen Arzt in Deutschland im Vergleich zu heute als Umsatz jedes Jahr fehlen würden. Das entspricht zum Beispiel dem Einkommen von durchschnittlich 1,75 Sprechstundenhilfen, die eine Praxis dann nicht mehr beschäftigen könnte. Ohne Privatpatienten wäre nach Aussage vieler Ärzte sogar mit zahlreichen Praxisschließungen zu rechnen.

„In einem einheitlichen System würde die Versorgung auf einem niedrigeren Niveau stattfinden.“

Berichte von Ärzten aus der Praxis belegen den hohen Wert dieses Mehrumsatzes für alle Menschen – unabhängig vom Versicherungsstatus. So sagt etwa Dirk Heinrich, der Bundesvorsitzende des NAV-Virchow-Bundes (Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands): „Die Privatpatienten helfen deutlich dabei, dass die Praxen wirtschaftlich arbeiten können, dass die gute Medizin für alle Patienten zur Verfügung steht, und dass wir eben keine Zwei- Klassen-Medizin haben. Sondern wir haben eine Medizin, die für alle Menschen in Deutschland gleich ist.“

Bestätigt werden die WIP-Zahlen zum Mehrumsatz im ambulanten Bereich auch durch eine im Mai veröffentlichte Studie der Privatärztlichen Verrechnungsstellen (PVS). Demnach verursachten die rund 11 Prozent der Privatversicherten 24 Prozent der ambulant ausgelösten Jahresumsätze. Damit seien Privatpatienten eine unverzichtbare Voraussetzung für den Erhalt beziehungsweise die fortlaufende Modernisierung der medizinischen Infrastruktur in Deutschland.

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