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Und tschüss...

 

11.05.2017

Wer im Sommer in die Ferne schweifen möchte, sollte sich rechtzeitig um seinen Krankenversicherungsschutz kümmern

Die Ferienzeit kommt mit großen Schritten näher. Um Hektik vor dem Urlaub zu vermeiden, sollte man sich rechtzeitig um eine Auslandsreise- Krankenversicherung kümmern.


Viele Menschen werden Deutschland im Sommer wieder den Rücken kehren, um sich im Ausland zu erholen. Neben Sonnenmilch und Badesachen gehört dabei eine Auslandsreise-Krankenversicherung zwingend ins Gepäck. Das gilt sowohl für gesetzlich Versicherte als auch für Privatversicherte.

Besonders wichtig ist der Abschluss einer Auslandsreise-Krankenversicherung für gesetzlich Versicherte. Damit haben sie die Sicherheit, eine Behandlung nach deutschem Preisniveau bezahlt zu bekommen – egal in welchem Land sie sich befinden. Denn einen Anspruch auf Leistungen gegenüber ihrer Krankenkasse haben sie grundsätzlich nur bei Reisen in die Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraums, in die Schweiz oder in Länder, mit denen es Sozialversicherungsabkommen zur Krankenversicherung gibt. Wer sich dagegen etwa in Kanada oder in den USA ein Bein bricht, hat doppelt Pech gehabt.

 

Selbst in Ländern, in denen der GKV-Schutz greift, müssen die Krankenkassen die Behandlungskosten nur für Leistungen auf dem Niveau des Ziellandes übernehmen. Welche Behandlung man bekommt, richtet sich also nicht nur nach medizinischen Erfordernissen, sondern auch nach den örtlichen Rechtsvorschriften, als wären die Touristen selbst in dem Urlaubsland versichert. Das bedeutet zum Beispiel, dass gesetzlich Versicherte Zuzahlungen, die in vielen Ländern üblich sind, aus eigener Tasche bezahlen müssen.

Darüber hinaus müssen sie aufpassen, dass sie sich nicht „versehentlich“ von Privatärzten oder in Privatkliniken behandeln lassen, denn dann besteht gar keine Leistungspflicht für die gesetzliche Kasse. Das kann im Ernstfall zu Versicherungslücken oder zu einer hohen Eigenbeteiligung führen. Hier bietet eine Auslandsreise-Krankenversicherung Sicherheit und Schutz.

Ein weiteres Plus: In den meisten Auslands- Tarifen ist ein Rücktransport nach Deutschland mit versichert, sofern er notwendig werden sollte. Einige Tarife erstatten die Kosten eines Rücktransports sogar in Fällen, in denen dieser zwar nicht zwingend notwendig ist, jedoch medizinisch sinnvoll und vertretbar erscheint. Die Patienten können sich dann insbesondere bei schwereren Erkrankungen oder Unfällen zur Behandlung nach Deutschland bringen lassen. In der GKV sind Kosten eines Rücktransports hingegen grundsätzlich ausgeschlossen. Deshalb empfiehlt auch die Abteilung „Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung Ausland” des GKV-Spitzenverbandes, für die Dauer des Auslandsaufenthalts eine private Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen.

Privatversicherte sind bei Auslandsreisen zwar besser abgesichert. Denn sie profitieren in ganz Europa von einem Versicherungsschutz in voller Höhe der tariflichen Leistungen. Für die Dauer von einem Monat, bei einigen Unternehmen oder aufgrund einer individuellen Vereinbarung manchmal auch länger, gilt der private Vollschutz sogar weltweit.

Doch auch für Privatversichere kann der Abschluss einer zusätzlichen Auslandsreise- Krankenversicherung sinnvoll sein. Denn auch sie haben nicht alle einen Rücktransport aus dem Ausland in ihrem Leistungsumfang enthalten.

Und noch weitere Gründe sprechen bei Privatversicherten für den Abschluss einer Zusatzpolice fürs Ausland. Denn während viele Versicherer die Kosten für Bergung und Rettung im In- und Ausland übernehmen, sehen manche Tarife dies nicht vor.

Je nach Bedingungen leisten manche Tarife außerdem nur dann für die Rettungskosten, wenn diese medizinisch notwendig sind, das heißt wenn die Schwere des Unfalls eine Rettung und einen schnellen Transport erforderlich macht. Das gilt aber nicht für Fälle, in denen der Hauptgrund für die Rettung nicht die Schwere der Verletzung, sondern die Unwegsamkeit des Geländes ist. Das kann zum Beispiel bei einem Urlaub in den Bergen der Fall sein. Besonders für Menschen, die im Urlaub sportlich aktiv sind, ist eine Auslandsreise-Krankenversicherung also fast ein Muss. Ansonsten können sie auf extrem hohen Folgekosten sitzen bleiben, wenn etwa nach einem Unfall während einer Bergwanderung ein Hubschrauber anrücken muss.

Und schließlich ist für Privatversicherte noch ein weiters Argument für eine Auslandsreise-Krankenversicherung zu bedenken: Fallen tatsächlich Kosten an, die die Auslandsversicherung übernehmen muss, gefährdet das nicht den Anspruch auf Beitragsrückerstattung in der „richtigen“ Krankenvollversicherung – und muss auch nicht im Rahmen eines etwaigen Selbstbehalts in der Vollversicherung selbst finanziert werden.

Kein Wunder, dass seit Jahrzehnten Millionen Deutsche auf die hilfreiche Zusatzpolice vertrauen: Mehr als 25 Millionen Menschen haben eine Auslandsreise- Krankenversicherung bei einem der Mitglieder des PKV-Verbandes abgeschlossen. Entsprechende Tarife bieten die Versicherer äußerst preiswert für beliebig viele Urlaube im Ausland an. Ganz wichtig: Die Versicherung muss unbedingt vor Reiseantritt abgeschlossen werden. Befindet man sich bereits im Ausland, ist ein Abschluss in der Regel auch dann nicht möglich, wenn noch gar keine Erkrankung oder ein Unfall vorliegen. Ein Grund mehr, sich frühzeitig mit dem Thema zu befassen.


Weitere Informationen zur Auslandsreise- Krankenversicherung finden Sie im Broschürenbereich unserer Internetseite: www.pkv.de/service/broschueren