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Für jede Lebenslage

 

11.05.2017

Privatversicherte haben zahlreiche Möglichkeiten, Beiträge und Leistungen zu beeinflussen

Die Private Krankenversicherung bietet nicht nur innerhalb der normalen Tarifwelt viele Alternativen. Mit ihren verschiedenen Sozialtarifen bietet sie auch gute Lösungen für schwierige Situationen.


Privatversicherte genießen eine dauerhafte Leistungsgarantie: Weder ihr Versicherer noch die Politik können die vertraglich zugesagten Leistungen einschränken. Die Versicherten selbst haben allerdings zu jedem Zeitpunkt die Möglichkeit, ihre Leistungen und Beiträge zu beeinflussen. Und sollte das Leben einmal anders verlaufen als geplant, bietet die Private Krankenversicherung spezielle Sozialtarife an, mit denen die Beiträge oft deutlich gesenkt werden können.

Für Privatversicherte gibt es oft die Möglichkeit zur Beitragsrückerstattung. Viele Versicherungsunternehmen erstatten Beiträge zurück, wenn die Versicherten ein Jahr lang keine Rechnungen einreichen. Die Höhe der Rückerstattung kann am Ende oft die Summe der Arztrechnungen übersteigen. Deswegen: Zunächst die Arztrechnungen sammeln und am Jahresende entscheiden, ob man sie lieber einreicht oder die höhere Beitragsrückerstattung kassiert.

 

Um ihre Beiträge zu senken, können Versicherte jederzeit den Umfang ihres gewählten Tarifs reduzieren – indem sie zum Beispiel auf die Kostenerstattung für eine Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer im Krankenhaus oder für Leistungen durch Heilpraktiker verzichten. Auch die Vereinbarung von Selbstbehalten kann die Beiträge senken. Dabei muss der Versicherte dann im Umfang des vereinbarten jährlichen Selbstbehalts die Kosten für seine medizinische Behandlung selbst übernehmen. Nach Überschreiten dieser Summe zahlt dann die Versicherung.

Eine Ausweitung des Versicherungsschutzes ist ebenfalls möglich. Allerdings müssen für die zusätzlichen Leistungen genau wie für den bisherigen Versicherungsumfang Alterungsrückstellungen aufgebaut werden. Diese werden auf der Grundlage des Alters und des Gesundheitszustandes des Versicherten zum Zeitpunkt des Vertragsbeginns der jeweiligen Zusatzleistungen kalkuliert. Damit wird in Bezug auf die zusätzlichen Leistungen eine erneute Gesundheitsprüfung notwendig. Grundsätzlich ist daher beim Abschluss einer neuen privaten Krankenvollversicherung zu empfehlen, möglichst umfangreiche Leistungen zu vereinbaren. Denn eine Reduzierung des Versicherungsumfanges in der Zukunft ist unkomplizierter als eine Aufstockung.

Neben diesen Anpassungen im eigenen Tarif haben alle Privatversicherten jederzeit das Recht, den Tarif innerhalb ihres Versicherungsunternehmens zu wechseln. Das ist in § 204 des Versicherungsvertragsgesetzes geregelt. Ein anderer Tarif kann bei ähnlichen Leistungen unter Umständen günstiger sein. Bei jeder Beitragserhöhung informieren die Versicherungsunternehmen die Kunden daher über diese Möglichkeit.

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