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Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland: Lotse und Seismograf

 

11.05.2017

GASTBEITRAG

Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) sieht ihren Auftrag vor allem darin, die Gesundheitskompetenz von Ratsuchenden für selbstbestimmte, eigenverantwortliche Entscheidungen im Hinblick auf medizinische oder sozialrechtliche Gesundheitsfragen zu steigern. Das fremdsprachige Angebot wird vom Verband der Privaten Krankenversicherung gefördert. Von Thorben Krumwiede


Im deutschen Gesundheitswesen erfüllt die UPD einen Doppelauftrag: Sie hilft auf individueller Basis Ratsuchenden dabei, sich im komplexen deutschen Gesundheitssystem besser zurechtzufinden. Ratsuchende sollen so medizinische oder sozialrechtliche Gesundheitsfragen selbstbestimmt, eigenverantwortlich und auf informierter Grundlage treffen können. Zugleich stärkt die Unabhängige Patientenberatung die Patientenorientierung im Gesundheitswesen, indem sie auf Problemlagen aufmerksam macht.

Das kann die UPD, weil sie Woche für Woche im Kontakt mit Tausenden Bürgerinnen und Bürgern ist. Den hohen Zuspruch, den die UPD für ihr kostenfreies, neutrales und unabhängiges Informations- und Beratungsangebot erfährt, sehen wir als Beleg für die Notwendigkeit eines solchen unabhängigen Beratungsangebots. Ein leichter Zugang zur Beratung auf vielen Wegen spielt darin eine zentrale Rolle.

Ratsuchende können sich telefonisch montags bis freitags von 8.00 bis 22.00 Uhr oder samstags von 8.00 bis 18.00 Uhr an die kostenloste Rufnummer 0800 011 77 22 wenden. Seit rund einem Jahr verfügt die UPD außerdem über nun 30 feste Präsenzstellen und drei UPD-Mobile, die regelmäßig in weiteren 100 Städten und Gemeinden Station machen. Eine persönliche Beratung ist so in ganz Deutschland gewährleistet. Zum Beraterteam der UPD zählen u.a. Sozialversicherungsexperten, Juristen, Apotheker, Krankenschwestern und Mediziner.

Die Beratung der so genannten vulnerablen Zielgruppen, also Menschen mit erschwertem Zugang zu den Beratungsangeboten, hat für die UPD einen hohen Stellenwert. Der Verband der Privaten Krankenversicherung beteiligt sich an der Förderung dieser Angebote.

So gibt es ein telefonisches Beratungsangebot auch auf Türkisch unter 0800 011 77 23 und Russisch (0800 011 77 24) montags bis samstags von 8.00 bis 18.00 Uhr sowie auf Arabisch unter 0800 33 22 12 25 (dienstags von 11.00 bis 13.00 und donnerstags von 17.00 bis 19.00 Uhr).

Die Anrufe werden zunächst von Muttersprachlern entgegengenommen und ein Simultandolmetscher übersetzt in der weiteren Beratung durch die UPD in die Sprache des Ratsuchenden. So stehen alle Experten der UPD auch für eine fremdsprachige Beratung zur Verfügung.

Die Beratung leistet die UPD aus einer unabhängigen Position heraus. Es interessiert nicht, ob, wie und bei wem ein Ratsuchender versichert ist. Genau deshalb suchen Versicherte häufig unseren Rat, wenn sie Entscheidungen nicht verstehen oder nachvollziehen können. Die UPD hilft, berät und dokumentiert die Probleme – was wiederum allen Akteuren des Gesundheitswesens helfen kann, das Gesundheitssystem in Deutschland noch besser zu machen.


www.patientenberatung.de