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Internationale Spitze

Globus wird mit einem Stethoskop abgehört
 

10.04.2017

Deutschland liegt beim Zugang zu medizinischen Leistungen ganz weit vorn

Ein Ländervergleich des WIP zeigt: Deutschland belegt mit seinem dualen Krankenversicherungssystem in puncto Versorgungsgerechtigkeit einen europäischen Spitzenplatz.


Von Spanien im Süden bis Norwegen im Norden: Im Internet klagen Urlauber und Auswanderer über deutliche Leistungsunterschiede in anderen europäischen Ländern im Vergleich zur gewohnten medizinischen Versorgung in Deutschland – ob das nun hohe Eigenbeteiligungen, Einschränkungen in der freien Arztwahl oder lange Wartezeiten vor Operationen sind. Da wundert es nicht, dass in anderen Ländern viele Patienten für eine medizinische Behandlung lieber ins Ausland reisen würden – während die Deutschen deutlich mehr Vertrauen in ihre Gesundheitsversorgung haben.

Diese „Abstimmung mit den Füßen“ findet nicht ohne Grund statt: Verglichen mit dem deutschen Gesundheitssystem schneiden andere europäische Länder beim Zugang zu medizinischen Leistungen in aller Regel deutlich schlechter ab. „Insbesondere unter dem Aspekt der Versorgungsgerechtigkeit ist Deutschland das Land, das dem Leitmotiv des gleichen Zugangs aller Bürger zu einer hochwertigen Versorgung auf dem Niveau des medizinischen Fortschritts am nächsten kommt“, so lautet das Fazit einer aktuellen Studie des Wissenschaftlichen Instituts der PKV (WIP). Die Studien-Autorin Verena Finkenstädt hat in ihrer Analyse die „Zugangshürden in der Gesundheitsversorgung“ im europäischen Vergleich umfassend auf eine wissenschaftliche Grundlage gestellt.

 

Das Ergebnis der Studie: Das deutsche Gesundheitssystem bietet den Versicherten die im europäischen Vergleich kürzesten Wartezeiten, den schnellsten Zugang zu innovativen Arzneimitteln, eine freie Arztwahl und einen umfangreichen Leistungskatalog. Aber nicht nur das: Der für das deutsche System typische Wettbewerb von Privater Krankenversicherung (PKV) und Gesetzlicher Krankenversicherung (GKV) schützt die rund 80 Millionen Versicherten in GKV und PKV auch umfassend vor Leistungskürzungen und einer „Zwei-Klassen-Medizin“ – also einer Versorgung abhängig vom Geldbeutel.

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