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PKV publik 1.2017

Älterer Mann
 

08.02.2017

Generationengerechtigkeit zählt

Mit einer Zukunftsuhr zeigt die PKV den Beitrag der Privatversicherten für eine generationengerechte Gesellschaft

Von der Vorsorge der Privatversicherten profitieren auch die jüngeren Generationen. Die neue Internetseite www.zukunftsuhr.de informiert sekundengenau über den Zuwachs der Rückstellungen.


Wenn heute über Generationengerechtigkeit gesprochen wird, dann geht es in der Regel um Fragen des Umweltschutzes oder der Staatsverschuldung. In Deutschland beeinflusst der demografische Wandel maßgeblich die Startchancen unserer Kinder und Enkelkinder. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts wird die Zahl der Erwerbsfähigen bis 2040 um 9 Millionen sinken. Fast 30 Prozent der Bevölkerung werden dann über 67 Jahre alt sein. In dieser alternden Gesellschaft geraten vor allem die sozialen Sicherungssysteme unter Druck.

Wenn immer weniger jüngere Beitragszahler die Versorgung von immer mehr Menschen im Ruhestandsalter tragen, können umlagefinanzierte Sicherungssysteme wie das der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) dann noch generationengerecht sein? Eine Antwort darauf liefert das Konzept der Generationenbilanz. Danach summiert sich die implizite Verschuldung in der GKV – also jene Lasten, die auf die Schultern zukünftiger Beitragszahler verlagert werden – auf etwa 2,2 Billionen Euro. Die Folgen sind absehbar: Die finanzielle Schieflage muss durch steigende Beiträge oder Leistungskürzungen ausgeglichen werden. Der Generationenvertrag gerät aus der Balance.

Im Gegensatz zur Umlagefinanzierung in der GKV werden in der Privaten Krankenversicherung (PKV) die zukünftigen Generationen nicht belastet. Jede Generation ist hier für sich selbst verantwortlich und kommt für die von ihr verursachten Kosten auf. Dafür bilden die Privatversicherten mit einem Teil ihrer Beiträge Alterungsrückstellungen. Sie stellen sicher, dass die Prämien nicht aufgrund von zunehmenden Gesundheitskosten im Alter steigen.

Im Jahr 2016 sind die Alterungsrückstellungen in der PKV auf 233 Milliarden Euro gestiegen. Das entspricht ca. 71 Prozent des diesjährigen Bundeshaushalts oder dem 8,9-fachen der jährlichen PKV-Versicherungsleistungen. Damit konnte die PKV die Demografievorsorge für ihre Versicherten im vergangenen Jahr um 13 Milliarden Euro ausbauen – ein Plus von 5,9 Prozent. Die gesamtgesellschaftliche Bedeutung der Rücklagen erläutert der PKV-Verband auf der Internetseite www.zukunftsuhr.de. Dort wird der aktuelle Stand der Alterungsrückstellungen sekundengenau in Echtzeit abgebildet. Zurzeit beträgt dieser Zuwachs 409 Euro – das sind mehr als 24.500 Euro pro Minute.

Mit ihren Rückstellungen sorgen Privatversicherte nicht nur für stabile Beiträge im Alter vor, sie entlasten auch die zukünftigen Steuer- und Beitragszahler. Schon heute liegt die Staatsverschuldung der Bundesrepublik Deutschland bei über 2 Billionen Euro. Rechnerisch bedürfte es zwölf Mal des jährlichen Lohnsteueraufkommens, um diesen Schuldenberg zu begleichen. Allein die „verdeckte“ Verschuldung der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung würde sich um mehrere hundert Milliarden Euro erhöhen, wenn auch noch die heute Privatversicherten gesetzlich versichert wären. Und 6 Milliarden Euro zusätzlich müssten die GKV-Beitragszahler bereits in diesem Jahr aufbringen, wenn die privatversicherten Ruheständler gesetzlich versichert wären. Denn in der GKV stützen Erwerbstätige aktuell jeden Rentner mit 3.250 Euro jährlich. In der Privaten Krankenversicherung hingegen brauchen die Älteren kein Extrageld von den Jüngeren.

Darüber hinaus sorgen die Alterungsrückstellungen dauerhaft für wertvolle Investitionen in die medizinische Infrastruktur. Schon heute würden jedem niedergelassenen Arzt durchschnittlich 49.000 Euro im Jahr fehlen, wenn seine Privatpatienten gesetzlich versichert wären. Das könnte schnell zu Einschnitten beim Personal oder der Praxisausstattung führen – schlimmstenfalls zu Praxisschließungen. So aber stützt ihr Mehrumsatz die medizinische Versorgung aller Menschen – egal, ob gesetzlich oder privatversichert. Und die Alterungsrückstellungen stellen sicher, dass dieser Mehrumsatz auch in Zukunft zur Verfügung steht.

Die Rückstellungen leisten jedoch auch einen wichtigen Beitrag zum Wachstum der deutschen Volkswirtschaft. Immerhin 5,1 Prozent des gesamten Geldes, das die Deutschen 2015 gespart haben, entfallen auf den Zuwachs der Alterungsrückstellungen in der PKV. Das ermöglicht Investitionen beispielsweise in den Bereichen Bildung und Gesundheit und erhöht somit den gesamtgesellschaftlichen Wohlstand.

Wer mehr über die Vorteile der Alterungsrückstellungen und deren jeweiligen Stand erfahren möchte, findet auf der neuen Internetseite alle relevanten Informationen.


www.zukunftsuhr.de