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PKV publik 9.2016

Volker Leienbach, Direktor des Verbandes der Privaten Krankenversicherung e.V.

 

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

„Gute Pflege braucht Begleitung“ lautet das Motto des diesjährigen „Kompetenztags Pflege“ des PKV-Verbandes im November in Berlin. Dieses Motto bleibt auch nach dem Start der neuen Pflegestärkungsgesetze weiter aktuell. Denn auch nach dieser umfassendsten Reform der Pflegeversicherung seit ihrer Einführung 1994 bestehen die enormen Herausforderungen in der Finanzierung, Prävention, Versorgung und Forschung im Bereich der Pflege fort.

So wird die gesetzliche Pflegeversicherung auch nach den Reformen eine „Teilkaskoversicherung“ bleiben. Nach wie vor kann im Pflegefall eine Belastung von mehr als tausend Euro im Monat entstehen, die nicht von der gesetzlichen Pflichtversicherung getragen wird. Daher bleibt zusätzliche private Vorsorge unerlässlich, wenn man im Alter nicht der eigenen Familie zur Last fallen oder gar von Sozialhilfe abhängig sein will.

Für die Pflege engagiert sich die Private Krankenversicherung schon seit Jahrzehnten. Bereits 1984 hat sie die ersten freiwilligen Pflegeversicherungen eingeführt. Als der Gesetzgeber zehn Jahre später die Einführung der Pflichtversicherung beschloss, konnte er somit schon auf wichtige Erfahrungen zurückgreifen.

Mit immer neuen Initiativen arbeitet die PKV für eine stetig bessere Qualität rund um die Pflege. So hat sie frühzeitig mit compass eine aufsuchende Pflegeberatung aufgebaut. Inzwischen führt compass pro Jahr mehr als 100.000 Beratungsgespräche am Telefon und vor Ort bei den Ratsuchenden durch – zur großen Zufriedenheit der Betroffenen. Ergänzend finden Pflegebedürftige auf unserem Portal pflegeberatung.de schnelle Hilfe. Hinzu kommen die Pflegebegutachtung durch MEDICPROOF, den medizinischen Dienst der Privaten, sowie ein PKV-Qualitätsprüfdienst für Pflegeeinrichtungen.

In der Pflegeforschung und -prävention erbringt die Private Krankenversicherung wiederum Pionierleistungen für das gesamte System: Das von ihr gestiftete gemeinnützige Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) ist nicht nur das erste Institut seiner Art, sondern inzwischen längst als nationales Kompetenzzentrum anerkannt. Und auch das von der PKV geförderte Präventionsprogramm „Älter werden in Balance“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist eng mit der Wissenschaft verzahnt. Es hat beispielsweise erstmalig ein Bewegungsprogramm für Hochbetagte in Senioreneinrichtungen entwickelt, um steigender Pflegebedürftigkeit vorzubeugen.

Mit diesem vielfältigen Engagement für alle Glieder der „Versorgungskette“ trägt die PKV verlässlich und ideenreich zu einer besseren Pflegequalität für alle Menschen in Deutschland bei.

Mit freundlichen Grüßen, Ihr

Volker Leienbach