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PKV publik 8.2016

11.10.2016

Mehr Erwerbstätige im Rentenalter

Immer mehr Menschen in Deutschland und Europa arbeiten laut aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes auch noch im Rentenalter. Die Quote der Erwerbstätigen im Alter zwischen 65 und 69 Jahren hat sich hierzulande innerhalb von zehn Jahren mehr als verdoppelt. Betrug sie 2005 noch 6,5 Prozent, ist sie im vergangenen Jahr auf 14,5 Prozent gestiegen. Das bedeutet, dass mehr als jeder siebte Mensch in dieser Altersgruppe einem bezahlten Job nachging.

Als erwerbstätig gilt, wer mindestens eine Stunde in der Woche arbeitet. Aus den Daten geht nicht hervor, warum Ältere einen Job machen. Ob beispielsweise die Rente nicht für den Lebensabend reicht, oder sie aus Interesse arbeiten.

Der Vergleich mit weiteren Ländern der Europäischen Union zeigt, dass in anderen Staaten noch deutlich häufiger nach Erreichen des 65. Lebensjahres gearbeitet wird: Die höchsten Erwerbstätigenquoten unter den 65- bis 69-Jährigen wiesen 2015 Estland (29,3 Prozent), Schweden (21,6 Prozent) und das Vereinigte Königreich (21,2 Prozent) auf.

Im EU-Durchschnitt arbeiteten 2015 noch 11,7 Prozent der 65- bis 69-Jährigen. Der Anteil hat sich seit 2005 (8,8 Prozent) um rund drei Prozentpunkte erhöht. Dabei verzeichneten einige EU-Staaten in diesem Zeitraum, ebenso wie Deutschland, deutliche Zuwächse.

Dazu gehörten zum Beispiel Schweden (+ 8 Prozentpunkte) und das Vereinigte Königreich (+ 7 Prozentpunkte). Hingegen war in mehreren Ländern mit bislang vergleichsweise hohen Quoten ein deutlicher Rückgang zu beobachten, so zum Beispiel in Portugal (– 10 Prozentpunkte) und Rumänien (– 8 Prozentpunkte).


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