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PKV publik 6.2016

13.07.2016

Studie: Hygienefragen stellen Pflegepersonal vor Herausforderungen

Eine repräsentative Studie der gemeinnützigen Stiftung „Zentrum für Qualität in der Pflege“ (ZQP), für die 400 Leitungskräfte ambulanter Dienste befragt wurden, zeigt, dass Hygienefragen offenbar alle an der häuslichen Pflege beteiligten Gruppen vor Herausforderungen stellen. Aus Sicht der ambulanten Dienste ist dabei fehlendes Wissen von pflegenden Angehörigen ein zentrales Problem.

Drei Viertel der befragten Pflegedienstleitungen (76 Prozent) gaben an, dass dies die Umsetzung der fachlichen und gesetzlichen Hygienestandards bedeutend erschwere. Doch die ambulanten Pflegedienste sehen auch bei sich selbst Probleme, hygienische Standards wie die Händedesinfektion vor und nach Pflegehandlungen einzuhalten.

Zudem zeigt sich, dass Problemkeime wie multiresistente Erreger ein wichtiges Thema sind. Über die Hälfte aller ambulanten Pflegedienste in Deutschland (57 Prozent) hat im vergangenen Jahr Menschen versorgt, bei denen dokumentiert war, dass sie mit einem solchen Erreger besiedelt waren.

Soweit bekannt, kamen ambulante Dienste am häufigsten in Kontakt mit den drei Erregergruppen MRSA (zu 95 Prozent), ESBL-Bildner (zu 25 Prozent) und 3-MRGN/4-MRGN (zu 18 Prozent). Unter den befragten Pflegedienstleitungen gibt zudem jeder Vierte (27 Prozent) an, dass die Mehrheit der Mitarbeiter Angst davor habe, sich mit einem Problemkeim zu infizieren.


Die Umfrageergebnisse finden Sie unter: www.zqp.de