• Vorlesen
  • A A A

PKV publik 6.2016

13.07.2016

Der Notlagentarif funktioniert

Drei Jahre nach seiner Einführung zeigt sich, dass der PKV-Notlagentarif funktioniert und Beitragsschuldnern in der Privaten Krankenversicherung hilft, ihre Rückstände schneller wieder auszugleichen. Der Notlagentarif wurde am 1. August 2013 eingeführt. Ziel ist es, Privatversicherten, die – aus welchen Gründen auch immer – ihre Beiträge nicht mehr zahlen, eine Übergangslösung zu bieten, die ihre Schulden weniger stark ansteigen lässt und so eine Rückkehr in den Ursprungstarif erleichtert.

Vor dem Start des Notlagentarifs gab es rund 149.000 Beitragsschuldner in der Privaten Krankenversicherung. Ende 2015 verzeichnete der Notlagentarif 115.800 Personen. Das bedeutet ein Minus von rund 23 Prozent. Die durchschnittliche Verweildauer im Notlagentarif beträgt nur 9,5 Monate. Das ist ein Beleg dafür, dass viele Menschen ihre Schulden ausgleichen und wieder in den gewohnten Vollversicherungsschutz zurückkehren können.

Das sieht auch die Bundesregierung so. In ihrer Antwort auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion schreibt sie: „Hinter den stabilen Stichtagsdaten steht jedoch ein dynamischer Ab- und Zugang. Die große Mehrheit der Versicherten wechselte anschließend in ihren Ursprungstarif zurück.“

Übrigens: Versicherte, die ihre Beitragsschulden tatsächlich nicht ausgleichen können und in die finanzielle Hilfebedürftigkeit geraten, werden nicht im Notlagentarif versichert. Für sie gibt es mit dem PKV-Basistarif eine Lösung, die ihnen einen Versicherungsschutz auf dem Niveau der Gesetzlichen Krankenversicherung bietet – und zwar im Härtefall sogar vollkommen ohne eigenen Zahlbetrag.